Zwischenziel erreicht

Artikel vom 1. Februar 2010

Wir sind in Peking. Was einfach klingt, war reichlich kompliziert. Wir dachten an einen gemütlichen Flug von Tokio. Nicht dass die Sitze unbequem gewesen wären, ganz im Gegenteil. Aber es gab erneut einen Umweg und eine Einreise nach China, die es eigentlich nicht geben durfte. Und die wir eigentlich auch gar nicht wollten.
Der Reihe nach. Als wir bereits im Flieger saßen, wurde uns mitgeteilt, dass dieser Flug in der chinesischen Stadt Dalian einen Zwischenstopp einlegen würde. Soweit kein Problem. Nur als man uns später sagte, wir müssten dort aussteigen, ins Land einreisen und dürften erst dann wieder zurück in den Flieger nach Peking, gab es doch ein Problem. Für eine solche Einreise braucht man ein Visa. Und ein solches hatten und haben wir nicht. Für das Umsteigen in Peking braucht man es nämlich nicht. Was also nun machen? Oder besser gesagt, was sollten die Verantwortlichen mit uns machen?
Wir sollten erst einmal aussteigen. Auf dem Flughafen würde man schließlich alles klären. Freundlich wurden wir von den entsprechenden Einreisebeamten empfangen und durften mit ansehen, wie all die anderen Passagiere aus der Maschine an uns vorbeizogen und wieder in den Flieger stiegen. Schöne Geschichte, nur wurde irgendwann die Zeit knapp und das Betrachten der Aktivitäten der Mitreisenden verlor langsam seine spaßbringende Seite. Gleich zwei Damen der chinesischen Einwanderungsbehörde sprachen abwechselnd und manchmal auch gleichzeitig in ein Telefon und in ein Funkgerät, ohne dass jedoch eine Lösung zu finden war.
Der Pilot wollte starten, wir mitfliegen! Die Gespräche wurden hektischer und intensiver. Schließlich ein breites Lächeln auf den Gesichtern der beiden Damen. Für 24 Stünden dürften wir einreisen, allerdings gilt diese Ausnahmegenehmigung ausschließlich für die beiden Flughäfen in Dalian und Peking. Was wollen wir mehr?

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