Obama, Alaska & faszinierende Berge

Artikel vom 30. Dezember 2009

Die Zeitungen hier in den USA kennen zur Zeit nur ein Thema – der vereitelte Terroranschlag und seine politische Aufarbeitung. Erst hat Präsident Obama gar nicht reagiert, jetzt umso heftiger und die Geheimdienste stehen in der Kritik. Es gab wohl genügend Informationen auf den bevorstehenden Anschlag, nur hat diese keiner so richtig ernst genommen und an die entsprechenden Stellen weiter geleitet.
Wie auch immer, Anchorage ist weit, weit weg von der Hauptstadt Washington. Die Uhren ticken in Alaska zwar nicht anders, aber die Menschen hier freuen sich auf den bevorstehenden Jahreswechsel – und über das schöne Wetter. Die Temperaturen liegen bei rund – 10° C, Wolken sind nur vereinzelt am Himmel und die tief stehende Sonne taucht die umliegenden Berge in ein traumhaft sanftes Licht. Für heute ist zudem eine klare Sicht angesagt. Wir werden unseren letzten Tag vor dem Weiterflug nach Adak nutzen, und zum nahen Mount McKinley zu fahren. Mit 6194 m ist er der höchste Berg Nordamerikas. Er ragt völlig frei stehend empor und ist deshalb oft von Wolken verhüllt.
Ab morgen steht dann alles im Zeichen der “Vergessenen Inseln”. Anchorage ist der Ausgangspunkt für unsere erste Insel. Nur von hier gibt es auf dem Luftweg eine Verbindung nach Adak. Während Deutschland das neue Jahr begrüßt, werden wir im Flieger sitzen. Den Jahreswechsel feiern wir 11 Stunden nach der Heimat, gehören somit zu den letzten auf dieser Erde, die das Jahr 2010 begrüßen. Wie auf Adak gefeiert wird, darüber mehr an dieser Stelle in den kommenden Tagen.

Abgelegt unter Adak