Artikel vom 21. Januar 2010
Da wir gerade eine gute Internetverbindung haben, will ich die Bilder aus Angaur nachreichen. Deutsche Geschichte auf Palau – Phosphatabbau auf der südlichsten Insel. 1909 waren das Transportsystem und das große Silo betriebsbereit. Doch bereits 1914 endete das deutsche Kapitel auf der Pazifikinsel. Die Anlagen und die Inselgruppe wurden an Japan verkauft. Von den Aktivitäten im Dschungel sind heute nur noch einige Ruinen übrig. Die Natur hat alle Abbauplätze überwuchert. Und auch die Gebäude sind zum Teil nur noch schemenhaft zu erkennen. Selbst das Transportsystem aus Stahl hat den Kräften der Natur wenig entgegenzusetzen.

Die Mauern aus Beton stehen noch – das Silo

...doch die Natur holt sich Stück für Stück alles zurück

Reste des Transportsystems

Einst hartes Grundgerüst, heute nur mehr rostige Grundlage

Nur durch die Kräfte der Natur wird das Zusammenbrechen des Stahgerüstes verhindert
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Artikel vom 20. Januar 2010
Kalksteinfelsen, die unterherum von Wellen, Schnecken und anderen Meeresbewohnern abgefressen sind. Impressionen von den Rock Islands, die das Bild des 300-Insel-Staates Palau prägen.



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Artikel vom 12. Januar 2010
Nach 31 Stunden haben wir es geschafft. Wir sind auf Palau angekommen. Krasser hätte der Unterschied nicht ausfallen können. Eben noch Temperaturen um die Nullgrad, dann bei der Zwischenlandung in Anchorage – 20°C und Sturm, nun + 30°C. Dazu eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit und Regen. Aber egal. Es hat außer ein paar Verzögerungen keine Probleme gegeben. Und mal ehrlich, anstatt 3 Stunden auf dem Flughafen Anchorage fast 10 Stunden verbringen zu dürfen, ist doch eine interessante Erfahrung. Zumal wenn der internationale Teil so gut wie geschlossen ist und das einzige Cafe nur für 30 Minuten öffnet. Da es sich um nahezu ausschließlich asiatische Fluggäste handelte, sah man anscheinend keine Veranlassung, sich ein wenig um diese zu kümmern. Naja…
Morgen werden wir uns mit einigen Leuten vond er Insel treffen. Da ist eine Palauerin, die uns zu einem entlegenen Dorf führen will. Da ist Thomas Schubert, der deutsche Konsul auf dem Eiland. Er will uns die deutsche Vergangheit Palaus näher bringen – 1899 hat der deutsche Kaiser immerhin Palau mal gekauft, 1914 wieder verloren… Wir werden darüber berichten. Und da ist noch Sam, ein Ire. Er lebt seit vielen Jahren auf Palau und kennt zwar nicht jeden der 20.000 Einwohner, aber doch sehr, sehr viele. Gute Voraussetzungen, um Geschichten zu sammeln.
Lustig ist, dass wir eben, sprich auf Adak, noch 11 Stunden hinter Deutschland waren, nun aber 8 Stunden weiter sind. Wenn wir hier ins Bett gehen, läuft Deutschland gerade erst zur Hochform auf.
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