Archiv für die Kategorie 'Palau im Pazifik'

Neues Videotagebuch

Artikel vom 6. Februar 2010

Bevor wir am kommenden Mittwoch zur letzten “vergessenen Insel” nach Kastellorizo aufbrechen, werden wir nicht nur den ersten und zweiten Teil des Filmes schneiden, sondern auch noch zwei Videotagebücher ins Netz stellen. Das Erste ist fertig und zeigt das Paradies Palaus unterhalb der Meeresoberfläche. In wenigen Augenblicken sollte es sichtbar sein. Viel Spaß!

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Weitere Fotos aus Palau

Artikel vom 6. Februar 2010

Die Rolle der Frauen ist bereits beschrieben worden. Was dabei nicht erwähnt wurde, ist ihre tragende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Tradition – auch im handwerklichen Bereich.

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Von Zwischenstopp zu Zwischenstopp

Artikel vom 4. Februar 2010

Nach all den mehr oder weniger gewollten Zwischenstationen in Asien sind wir nun erfolgreich in Deutschland angekommen. Allerdings ist auch dies nur ein kurzer Zwischenstopp. Bereits am Dienstag sind wir wieder unterwegs. Das Ziel dann ist die letzte “vergessene Insel” – Kastellorizo. Die Zeit in der Heimat werden wir nutzen um (dank guter Datenleitungen) einige Fotos und Videotagebücher nachzuliefern. Morgen geht es los! Freuen Sie sich auf neue exotische und spannende Geschichten aus Palau.

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Zwischenziel erreicht

Artikel vom 1. Februar 2010

Wir sind in Peking. Was einfach klingt, war reichlich kompliziert. Wir dachten an einen gemütlichen Flug von Tokio. Nicht dass die Sitze unbequem gewesen wären, ganz im Gegenteil. Aber es gab erneut einen Umweg und eine Einreise nach China, die es eigentlich nicht geben durfte. Und die wir eigentlich auch gar nicht wollten.
Der Reihe nach. Als wir bereits im Flieger saßen, wurde uns mitgeteilt, dass dieser Flug in der chinesischen Stadt Dalian einen Zwischenstopp einlegen würde. Soweit kein Problem. Nur als man uns später sagte, wir müssten dort aussteigen, ins Land einreisen und dürften erst dann wieder zurück in den Flieger nach Peking, gab es doch ein Problem. Für eine solche Einreise braucht man ein Visa. Und ein solches hatten und haben wir nicht. Für das Umsteigen in Peking braucht man es nämlich nicht. Was also nun machen? Oder besser gesagt, was sollten die Verantwortlichen mit uns machen?
Wir sollten erst einmal aussteigen. Auf dem Flughafen würde man schließlich alles klären. Freundlich wurden wir von den entsprechenden Einreisebeamten empfangen und durften mit ansehen, wie all die anderen Passagiere aus der Maschine an uns vorbeizogen und wieder in den Flieger stiegen. Schöne Geschichte, nur wurde irgendwann die Zeit knapp und das Betrachten der Aktivitäten der Mitreisenden verlor langsam seine spaßbringende Seite. Gleich zwei Damen der chinesischen Einwanderungsbehörde sprachen abwechselnd und manchmal auch gleichzeitig in ein Telefon und in ein Funkgerät, ohne dass jedoch eine Lösung zu finden war.
Der Pilot wollte starten, wir mitfliegen! Die Gespräche wurden hektischer und intensiver. Schließlich ein breites Lächeln auf den Gesichtern der beiden Damen. Für 24 Stünden dürften wir einreisen, allerdings gilt diese Ausnahmegenehmigung ausschließlich für die beiden Flughäfen in Dalian und Peking. Was wollen wir mehr?

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Flug verpasst!

Artikel vom 1. Februar 2010

Es waren zu viel der Zahlen und eine Unachtsamkeit meinerseits. Wir dachten, wir wären rechtzeitig am Flughafen angekommen. Doch außer einer gähnend leeren Abfertigungshalle gab es nichts. Keine Schlange wartender Menschen, die wie wir nach Taiwan fliegen wollte. Keine Zollbeamten. Nichts und niemand. Wir alleine auf weiter Flur. Was war geschehen?
Ich hatte mich schlicht und ergreifend in der Abflugzeit geirrt. Statt 22.00 hob der Flieger bereits um 19.20 ab. Just in dem Augenblick, als wir den Flughafen erreichten. Meine Übersicht mit all den Flugzeiten von Deutschland via Amsterdam, Minneapolis, Anchorage, Adak, Taiwan, Palau, Taiwan, Peking wieder zurück nach Deutschland und weiter nach Kastellorizo hatte ich vergessen mit der tatsächlichen Abflugzeit auf dem Flugticket abzugleichen. Denn da standen die richtigen Daten.
Nun gut, zum Glück fanden wir am Flughafen eine sehr hilfsbereite Mitarbeiterin einer Airline. Und so sind wir nun via Jab und Guam in Tokio angekommen und warten auf unseren Weiterflug nach Peking. Ein gewaltiger Umweg, aber so erreichen wir wenigstens noch unseren planmäßigen Flug aus dem großen Reich der Mitte zurück nach Europa.

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Von Palau nach Kastellorizo

Artikel vom 31. Januar 2010

Unsere Zeit auf dem Archipel im Pazifik ist abgelaufen. Vor uns liegt ein langer Weg einmal um den halben Erdball. Das Ziel ist eine ebenso kleine wie vergessene Insel im Mittelmeer. Einst im Mittelalter war sie ein wichtiger Halt auf dem Weg von Mitteleuropa nach Ägypten und Heimat für 15.000 Menschen. Heute leben auf der Insel Kastellorizo nur noch 250 Menschen. Warum dem so ist werden wir in den kommenden Tagen und Wochen erkunden. Für heute heißt es erst einmal packen und in den Flieger steigen.

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Die Macht der Frauen

Artikel vom 30. Januar 2010

Palau ist in vielen Dingen anders als andere Inseln und Staaten. Die Lage, die Anzahl der kleinen und kleinsten Felsen und Inseln, die Palau bilden, das stets schwül-warme Klima. Vor allem aber die Verteilung der Macht. Offiziell ist der Staat zutiefst demokratisch, tatsächlich aber haben die Frauen das Sagen. Sie sind das Familienoberhaupt und hüten die Kasse. Hat sie Brüder, so steht ihr ein Mitspracherecht bei der Auswahl der Braut zu. So kommt es nicht selten vor, dass er die Frau ehelicht, von der die Schwester am meisten überzeugt ist. Der Einzelne zählt wenig, der Familienclan fast alles. Vererbt wird an die älteste Tochter, nie an die Söhne.
Doch Frauen haben nicht nur Macht, sondern tragen auch große Verantwortung. Sie müssen für die Brüder aufkommen – bei der Hochzeit will der Clan der Braut bezahlt werden. Und finden die männlichen Mitglieder keine Arbeit, muss die Schwester für den Unterhalt sorgen.
Dieses System verliert inzwischen langsam an Bedeutung, die Globalisierung und die Einflüsse anderer Kulturen fordern ihren Tribut.

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Spuren des 2ten Weltkrieges auf Peleliu

Artikel vom 28. Januar 2010

Panzer Peleliu2
Ein Paanzer im Dschungel von Peleliu

Flugzeugreste Peleliu

Reste eines Kampffliegers – das Cockpit

Schaedelfunde Peleliu

Funde in den Höhlen auf der Insel Peleliu – sie sollen in den nächsten Jahren den letzten Weg in die Heimat antreten

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Peleliu und das sinnlose Grauen des Krieges…

Artikel vom 28. Januar 2010

… ich glaube, anders ist jener Kriegsakt, der sich in der zweiten Hälfte des Jahres 1944 auf dieser kleinen Insel abspielte, nicht zu bezeichnen. Japan war seit dem Kauf Palaus im Jahre 1914 (Verkäufer war seinerzeit das Deutsche Kaiserreich) Herrscher über die malerische Inselwelt im westlichen Pazifik.
Mit dem Beginn des 2ten Weltkrieges geriet die Inselgruppe mitten ins Geschehen der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und Japan. Rund 12.000 japanische Soldaten waren allein auf Peleliu stationiert. Nun hatte sich die Armeeführung Amerikas entschieden, die Herrschaft Japan auf dieser Insel zu beenden. Doch anstatt einfach eine Seeblockade einzurichten und abzuwarten, bis Hunger und Durst den Gegner zur Aufgabe gezwungen hätte, wurde der Befehl zur Erstürmung Pelelius gegeben. 28.484 US-Amerikanische Soldaten wurden in Marsch gesetzt. Mit verheerenden Folgen. 70 Tage dauert die Schlacht um ein Eiland, welches weder militärstrategische Bedeutung hatte noch über irgendwelche Bodenschätze verfügte. Es war dem starrsinnigen Willen zweier Feldherren zu verdanken, dass am Ende auf der einen Seite außer 19 gefangenen Soldaten alle Japaner ihr Leben in dieser sinnlosen Schlacht verloren. Und auf Seiten der US-Amerikaner 1.460 Tote und 6.459 Verwundete zu beklagen waren.
Noch heute sind Spuren zu sehen. Ein abgeschossenes Flugzeug, mehrere zerstörte Panzer. Nicht zu sehen aber noch immer gefährlich sind all die Mienen und nicht explodierten Granaten und Bomben, die über große Teile der Insel verstreut im Dschungel liegen. Die Menschen auf Peleliu haben so auch noch 66 Jahre danach unter der Schlacht zu leiden.

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Der Bundesstaat Peleliu, die Republik Palau und die Staatsdiener

Artikel vom 26. Januar 2010

Wir sind zurück von der Insel Peleliu. Sie ist eine der wenigen, die etwas größer und somit bewohnt sind. Peleliu ist sogar ein eigener Bundesstaat. 16 sind es an der Zahl, die die Republik Palau bilden. Eine abstruse Konstruktion.
Rund 800 Einwohner hat Peleliu. Was bei uns in Deutschland nicht einmal zu einer eigenen Dorfverwaltung mit Bürgermeister und Gemeinderat reichen würde, ist hier gleich ein ganzer Bundesstaat. Mit entsprechender Verwaltung. Und in der arbeiten ausschließlich Palauaner. Es gehört zum guten Ton, beim Staat angestellt zu sein. Der wiederum bezieht einen Großteil seiner Einnahmen von anderen Ländern. Palau hat als einer der wenigen Staaten Taiwan anerkannt. Klar, dass Taiwan sich im Gegenzug als sehr spendabel erweist. Japan hat von 1914 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges Palau besetzt, anschließend war es Teil der USA. Erst 1994 erlangte man die Unabhängigkeit. Japan schick nun nicht nur Touristen, sondern auch Geld. Ähnlich verhält sich die USA. Palau liegt relativ nah vor den Toren Südostasiens mit seinen Staaten China und Nordkorea. Da wird die freundschaftliche Beziehung zu dem Inselstaat mit der strategisch günstigen Lage auch finanziell gefördert. Und natürlich vergessen viele andere Staaten auch nicht, dass das UN-Mitglied Palau über eine Stimme verfügt, die genauso viel zählt wie jene der größten Staaten der Welt.
Mit diesem Hintergrund lässt es sich auf Palau gut leben, auch oder gerade mit 16 Bundesstaaten. Weit mehr als die Hälfte aller arbeitenden Palauaner sind Staatsdiener.
Aber Peleliu hat noch viel mehr zu bieten, als diesen Einblick. Dazu an dieser Stelle bald mehr.

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