Archiv für die Kategorie 'Kastelorizo'

Kurz vor dem Sendestart – Rückblick auf Tristan da Cunha

Artikel vom 20. März 2010

In zwei Tagen ist es soweit, geht es los. Am Montag, 22. März, um 19:50 wird im MDR TV der erste Teil ausgestrahlt. Teil 2 folgt am Dienstag, am Mittwoch ist die dritte Folge dran, am Donnerstag Teil 4. Die letzte Folge wird am Samstag gezeigt. Immer im MDR TV, immer von 19.50 bis 20.15. Also direkt im Anschluss an MDR Aktuell.

Was jetzt noch fehlt, sind Berichte von der ersten Insel, von Tristan da Cunha. Diese haben wir bereits im September und Oktober besuchen müsse. Auf der abgeschiedenen Insel im Süd-Atlantik gibt es keinen Flughafen. Auch eine regelmäßige Schiffsverbindung ist nicht vorhanden. Nur einmal im Jahr fährt das südafrikansiche Forschungsschiff SA Agulhas. Auf ihr haben wir zwei Plätze bekommen. Was wir dort und auf Tristan da Cunha erleben durften, welche Geschichten wir sammeln konnten, das werden Teil 1 und 2 am Montag und Dienstag zeigen. Hier an dieser Stelle schon einmal vorab einige Tagebucheinträge.

Abgelegt unter Kastelorizo

Abschied aus Kastellorizo

Artikel vom 26. Februar 2010

Auf die blaue Grotte haben wir am Ende verzichten müssen. Zwar war das Wetter schön, aber die Wellen waren für die Einfahrt in die Grotte einfach zu hoch. Gerne hätten wir diese Aufnahmen noch mit nach Hause genommen, aber ich denke, wir haben auch so viele interessante Geschichten auf dieser wunderbaren Insel sammeln können.

Nun zu unserer Rückkehr. Griechenland und die diversen Streiks sind eine scheinbar nicht enden wollende Angelegenheit. Auf Kastellorizo streikt keiner, aber Auswirkungen gibt es natürlich auch dort zu spüren. Für Mittwoch war eine Flugverbindung von und nach Rhodos geplant, aber diese fiel dem Generalstreik zum Opfer. Und damit war unser Heimweg via der Nachbarinsel und Athen nicht mehr möglich. Zum Glück sind die Menschen auf Kastellorizo Meister im Improvisieren und haben einen hervorragenden Kontakt zur nur 3 km entfernten Ortschaft Kas auf dem türkischen Festland. Ein paar Telefonate und dann stand die Rückreise für uns. Per Fischerboot über das Meer, in Kas eine Nacht verbracht, am Morgen von einem netten jungen Mann aus dem ruhigen Dorf nach Antalya gefahren, dort in den Flieger und zurück nach Deutschland. Ein Dank an dieser Stelle all jenen auf Kastellorizo und in Kas, die uns geholfen haben. Ohne sie würden wir wohl noch bis Montag oder Dienstag in Griechenland festsitzen. So können wir jetzt für 24 Stunden tief durchatmen und uns anschließend ganz dem Schnitt der fünfteiligen Serie widmen.
Auch darüber werden wir an dieser Stelle berichten.

PS: Wenn Sie sich wundern, dass ich in diesem Beitrag Kastellorizo mit zwei “l” geschrieben habe, vorher aber immer mit einem “l”, dann liegt es an den Menschen auf dem kleinen Eiland. Sie wünschen es sich so. Sie schreiben es so. Auch wenn es sonst keiner auf der Welt macht – nicht einmal die Offiziellen in Athen. Also werden wir es ab jetzt auch so halten.

Abgelegt unter Kastelorizo

Streikwelle in Griechenland

Artikel vom 20. Februar 2010

Noch haben wir nicht alle Dreharbeiten auf Kastelorizo abgeschlossen, da müssen wir uns schon mit der Heimreise beschäftigen. Zwangsweise. Denn es droht auch dieser Teil unserer Reise anders zu verlaufen, als wir es geplant haben. Und damit ist ja auch irgendwie eine gewisse Kontinuität gewahrt… Die Lage ist die, Griechenland wird mehr und mehr von einer Streikwelle erfasst. Seit 6 Tagen sind die Zöllner in den Ausstand getreten, was zur Folge hat, dass es so gut wie keine Versorgung mit Benzin und Diesel gibt. Die meisten Tankstellen sind bereits geschlossen. Wie lange Flugzeuge noch fliegen können, ist völlig offen. So lange die Zöllner streiken, kann kein frischer Treibstoff ins Land kommen.
Doch damit nicht genug. Für den kommenden Mittwoch haben die Gewerkschaften zu einem landesweiten Generalstreik aufgerufen. Es ist jener Tag, an dem wir unsere Rückreise starten wollten. Zuerst nach Rhodos, dann am Donnerstag nach Athen und schließlich am Freitag zurück nach Deutschland. Wir werden jetzt nach Alternativen suchen.

Abgelegt unter Kastelorizo

Weitere Impressionen aus Kastelorizo

Artikel vom 18. Februar 2010

DSC_3495

DSC_3581

DSC_3602

DSC_3624

DSC_3668

DSC_3673

DSC_3908

DSC_3914

Abgelegt unter Kastelorizo

Vom Winde verweht…

Artikel vom 18. Februar 2010

…wurden gestern unsere Dreharbeiten. Am Morgen noch war es sonnig und kaum ein Lüftchen zog über die Insel. Wir sind deshalb auf den zweithöchsten Hügel hinauf zum Paleocastro. Dort oben gibt es einige kleine, sehr sehenswürdige Kirchen und archäologische Ausgrabungen. Doch kaum waren wir oben angekommen trübte sich das Wetter, Wolken zogen auf und mit ihnen kam der Sturm. Der war so heftig, dass wir nach kurzen Dreharbeiten die Kamera wieder einpacken mussten. An manchen Stellen waren die Winde so heftig, dass wir uns kaum auf den Beinen halten konnten. Erst am Abend, als es bereits dunkel war, beruhigte sich das Wetter.
Heute dann erneut strahlender Sonnenschein. Blauer Himmel, wie man ihn sich nicht schöner wünschen kann. Und windstill. Diesmal haben wir Aufnahmen im Ort gemacht. Den malerischen Hafen, die wunderbar kleinen Gassen, die alten Häuser. Ein Traum, der bis mittags anhielt. Der Rest ist schnell erzählt. Erst Wolken, dann Sturm.
Es scheinen die frühen Stunden zu sein, die für Außenaufnahmen auf Kastelorizo in dieser Jahreszeit geeignet sind. Wir werden uns darauf einstellen.

Abgelegt unter Kastelorizo

Harte Wochen für die Fischer

Artikel vom 16. Februar 2010

Winterzeit auf Kastelorizo heißt, es gibt oftmals heftige Winde. Für die Fischer auf der Insel bedeutet dies nichts Gutes. Mit ihren kleinen Booten sind sie dann gezwungen, an Land zu bleiben. Aber arbeitslos sind sie deshalb noch lange nicht. Die Netze wollen gepflegt und geflickt werden, neue für die Saison vorbereitet werden. Wir haben heute Michalis und seinem Mitarbeiter Achmed zugeschaut. In einem Haus nahe dem Hafenbecken hat er all seine Arbeitssachen untergebracht. Netze über Netze, auf den ersten Augenblick ein wenig wirr. Aber es hat alles seinen Sinn und ist mit System verstaut.
In einem großen Raum im Erdgeschoß sitzt Fischer Michalis links hinten an einem kleinen Tisch. Neben ihm ein großer Bottich mit einer schier endlosen Schnurr und vielen kleinen Haken. Die Fischerei ist schwierig geworden, erzählt er uns, die Fischgründe sind zu intensiv von großen Unternehmen bearbeitet worden. Da ist es für kleine Fischer wie ihn nicht einfach.
Klagen will er dennoch nicht. Das Einkommen reicht, um sich und seine 4-köpfige Familie sowie Mitarbeiter Achmed zu ernähren. Der sitzt derweil im selben Raum auf dem Boden und repariert ein Netz. Im April wird die Saison beginnen, bis dahin müssen insgesamt fünf Kilometer Netze fertig sein – alte und neue. Viele Arbeit für die beiden Fischermänner.

DSC_3473
Achmed bei der Pflege eines Netzes

DSC_3484
Michalis an seinem Arbeitsplatz

DSC_3487

Abgelegt unter Kastelorizo

Abgeschieden und gut gelaunt

Artikel vom 15. Februar 2010

Regen und Wind scheinen unsere sicheren Begleiter bei dieser Filmproduktion zu sein. Unser Flug nach Kastelorizo war in den vergangenen 10 Tagen der einzige. Gestern sollte eine Maschine nach Rhodos fliegen, heute ebenso. Aber die heftigen Winde lassen keine Starts und Landungen zu. Auch der Flug für den kommenden Mittwoch ist gestrichen worden.

Die Menschen auf der Insel nehmen das sehr gelassen hin. Sie kennen es nicht anders, im Winter haben sie auch schon mal bis zu 20 Tage keinen Kontakt mit der Außenwelt gehabt.
Für das große Dorffest am vergangenen Samstag kamen ja extra drei Musiker aus Kreta. Eigentlich wollten sie bereits gestern Abend wieder auf ihrer Heimatinsel sein. Nun müssen sie auf die Fähre am morgigen Dienstag warten. Noch ist nicht sicher, ob diese überhaupt fahren kann. Doch anstatt sauer zu sein, haben die Musiker entschieden, jeden Abend, den sie auf Kastelorizo sind, ein Konzert zu geben.
Die Insel ist heute sowieso in großer Festlaune. Mit dem heutigen Tag beginnt die 40-tägige Fastenzeit. Und die wird mit einem rauschenden Fest eingeleitet. Viel Fisch, Muscheln und Meeresfrüchte werden schon zu Mittag gereicht, dazu ein spezielles Sesambrot, das es nur an diesem einen Tag im Jahr gibt. Nach einer kurzen Siesta geht es ab 17 Uhr weiter. Wieder wird gegessen. Und getrunken – Ouzo und Wein. Und dazu gibt es die Musik von Nickolas, Ilias und John. Gut, dass Kastelorizo im Augenblick von der Außenwelt abgeschieden ist!

Abgelegt unter Kastelorizo

Ein paar Bilder aus Kastelorizo

Artikel vom 13. Februar 2010

DSC_2868
Das ist der Ort Kastelorizo auf der gleichnamigen Insel

DSC_2884

DSC_2896
Ein paar Fischerboote liegen im Hafen. Kastelorizo ist nicht nur eine vergessene Insel, sondern liegt auch abseits aller Touristenströme und sonstiger Verkehrsrouten.

DSC_2905
Das Wetter ist bescheiden, die Ansicht der Häuser aber selbst bei trübem Licht eine Augenweide

Abgelegt unter Kastelorizo

Endlich auf Kastelorizo

Artikel vom 12. Februar 2010

Der Himmel schickt ein feines Blau, die Sonne strahlt, ohne von Wolken darin gehindert zu werden. Ganz so, als ob es nie schlechtes Wetter gab. Wir sind auf Kastelorizo angekommen. Eine kleine, sehr bergige und felsige Insel. Keine drei Kilometer vom türkischen Festland entfernt. Und doch so abgeschieden. Der Nachbarstaat liegt nahe, die eigene Hauptstadt jedoch weit entfernt. In dieser Woche hat es aufgrund schlechter Wetterverhältnisse noch keine Verbindung zu irgendeinem Ort in Griechenland gegeben. Unser Flieger ist der erste Kontakt. Dass der türkische Ort Kas quasi vor der Haustür in bester Sichtweite liegt zählt nicht.
Die Menschen jedenfalls haben uns sehr freundlich empfangen und auf die kommenden Tage eingestimmt. Auch auf Kastelorizo wird die fünfte Jahreszeit gefeiert. Vor allem morgen. Da steigt im Gemeindesaal ein Faschingsball. Wir werden darüber berichten. Und über die anderen Geschichten von diesem nahen und doch so entlegenem Eiland ebenfalls.

Abgelegt unter Kastelorizo

Kein Streik und dennoch gestrandet in Athen

Artikel vom 11. Februar 2010

Es soll zur Zeit wohl nicht sein. Da haben wir den Generalstreik geduldig abgewartet. Doch anstatt heute um 10.05 Uhr in die Lüfte abzuheben und den nächsten Etappenort Rhodos anzupeilen, sitzen wir auf dem Flughafen in Athen fest. Dafür ist das schlechte Wetter am Zielort verantwortlich. Unser Flug wurde gestrichen. Aber man hat uns Mut gemacht. Heute am Abend gegen 21.oo Uhr würde wohl ein Flieger gehen. Bis dahin sollen sich laut Wetterwarte vor allem die heftigen Winde beruhigt haben.

Es ist schon irgendwie lustig. Da denkt man, die Insel, die quasi vor der Haustür liegt, dürfte eigentlich kein großes Problem in Sachen Anreise darstellen. Tatsächlich aber wird daraus nun eine 4-tägige Geschichte…

Abgelegt unter Kastelorizo

Nächste Einträge »