Artikel vom 14. April 2011
Weißrussland braucht dringend neue Devisen, die finanzielle Lage des Landes ist angeschlagen. Man hat deshalb auf dem internationalen Geldmarkt viele Anleihen ausgegeben, sich so Kapital besorgt. Doch die Zinsen dieser Wertpapiere wollen bedient werden. Deswegen wurden staatliche Unternehmen wie etwa BELARUSKALI in Soligorsk in offene Aktiengesellschaften umgewandelt. In der Hoffnung, das sich nun ausländische Investoren beteiligen. Und so viel Geld in die klamme Staatskasse gespült wird.
BELARUSKALI – ist der zweitgrößte Produzent von Kaligranulat weltweit. Gleich vier große Gruben gibt es in und um Soligorsk herum. 200 Kilometer lang sind die Förderbänder, mehr als 800 Kilometer Stollen haben sie unter Tage in das Gestein getrieben. Bis in eine Tiefe von 1000 m bauen sie das begehrte Erz ab. Und noch lange nicht sind sie am Ende angekommen. Für die nächsten 100 Jahre reichen die Vorkommen.




Abgelegt unter Im Tiefflug zum Nordpol
Artikel vom 15. März 2011
Wir sind zurück aus Weißrussland, haben am Ende in einer Region gedreht, die vom Radar der Öffentlichkeit verschwunden war – und nun schlagartig zurück im Fokus der Weltöffentlichkeit steht. Nicht etwa, weil dort etwas aktuell passiert ist, sondern rund 9.000 km weiter östlich eine Katastrophe ihren Lauf nimmt.
Die Rede ist von der Region im Südosten Weißrusslands um die Stadt Gomel herum. Nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl vor 25 Jahren ging ein massiver Fallout über diesen Landstrich nieder, verseuchte weite Gebiete, die noch heute gesperrt sind. Immer noch leiden viele Menschen unter den Folgen. Und es werden Kinder geboren, die Gendefekte haben und mit Schäden zur Welt kommen – geistig und körperlich behindert. In 14 Zentren in Weißrussland wird ihnen geholfen, so gut es eben geht.
Und nun das Erdbeben mit anschließendem Tsunamie und Super-Gau in Fukushima (Japan). Radioaktive Strahlung entweicht aus mindestens drei Reaktoren. Die Folgen sind noch nicht abzusehen. Zu wenig ist bekannt oder wird bekannt gegeben von offizieller Seite.
Nur so viel kann man jetzt schon sagen, das Leid der betroffenen Menschen ist und wird unermesslich sein.
Auch an einer anderen Stelle auf dieser Welt werden die Menschen in diesen Stunden allein gelassen. Der Weltsicherheitsrat hat in der vergangenen Nacht beschlossen, keine Flugverbotszone über den nordafrikanischen Staat Libyen zu verhängen. Das heißt im Klartext nichts anderes, als dass Diktator Ghaddafi nun freie Hand hat. Er wird den von Rebellen befreiten Osten des Landes mit seiner militärischen Übermacht zu Land und aus der Luft angreifen. Was dies vor allem für die zivile Bevölkerung bedeutet, mag man sich nicht ausdenken. Es ist zu befürchten, dass Ghaddafi mit aller Gewalt vorgehen wird. Und die Weltgemeinschaft schaut zu, hat die Hoffnung der Menschen bitter enttäuscht, kommt ihnen nicht zur Hilfe.
Abgelegt unter Im Tiefflug zum Nordpol
Artikel vom 30. Dezember 2010
… ja, es geht weiter, schon in ein paar Tagen. Aber zuvor möchte ich
D A N K E
sagen.
An mein wunderbares Team und an all meine Zuschauer in den vergangenen vier Tagen beim MDR und in den letzten Wochen und Monaten hier in diesem Blog.
Der Tiefflug zum Nordpol durch Europas eiskalten Norden ist nun zu Ende. Aber es geht fast nahtlos weiter. Schon in der zweiten Januarwoche werde ich an dieser Stelle wieder schreiben und berichten, denn es gilt im kommenden Jahr etwas zu feiern:
20 JAHRE WELTREISEN MIT DER MDR-FILMKAMERA
Es wird ein Rückblick auf Geschichten und Gesichter aus Reisen in 99 Länder. Durch das ganze Jahr 2011 hindurch wird es Woche für Woche neue Anekdoten mit Ein- und Tiefblicken in Kulturen, Lebensweisen und Expeditionen geben. Natürlich mit vielen Bildern.
Und schließlich wird es im Spätsommer wieder eine neue große Filmreise geben. Auch darüber werde ich an dieser Stelle berichten.
Bis dahin wünsche ich allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Abgelegt unter Im Tiefflug zum Nordpol
Artikel vom 29. Dezember 2010
Wir haben Europas eiskalten Norden fast durchquert. Fehlt nur noch Grönland und schließlich der Nordpol – das Finale voller Eisberge, abgelegener Siedlungen, interessanter Menschen und einer Militärstation ganz oben im Norden Grönlands, die nur aus 5 Soldaten besteht, die alles machen, nur nicht militärisch agieren.
Dazu kann ich erneut grandiose Luftbilder versprechen, u.a. vom Überflug des grönländischen Inlandeises sowie von der nordöstlichen Küste Grönlands zwischen Danmarkshavn und Station Nord.
Und natürlich der Tiefflug über die Arktis zu 90° Nord, dem Nordpol!


Abgelegt unter Im Tiefflug zum Nordpol
Artikel vom 29. Dezember 2010
Nun also Spitzbergen! Einst unbewohnt weil viel zu weit abgelegen und unwirtlich. Dann zuerst für die Waljäger, später für Bergleute auf der Suche nach Kohle bescheidene Unterkunft. Und heute?
Wale werden keine mehr gejagd, der Bergbau ist nahezu unbedeutend geworden. Dennoch leben rund 2800 Menschen dort, wo es im Sommer (so es denn einen gibt…) nie mehr als 10 Grad warm wird. Warum diese Menschen dort sind, dem geht der dritte Teil auf die Spur.
Zudem sind Landschaftsaufnahmen der Insel Spitzbergen zu sehen, die es so noch nicht gegeben hat. Flüge über das Inland sind generell verboten, es sei denn, sie dienen dem Personentransport. Wir erhielten eine Ausnahmegenehmigung samt Dreherlaubnis. So sind einzigartige Bilder im Tiefflug entstanden, auf die wir als Expeditionsteam sehr stolz sind.
(MDR TV, Mittwoch, 19.50 – 20.15 Uhr)




Abgelegt unter Im Tiefflug zum Nordpol
Artikel vom 28. Dezember 2010
Es geht weiter, heute am Abend wieder um 19:50 Uhr. Die Lofoten und die Region Nordkyn stehen im Mittelpunkt. Und natürlich die Menschen. Jene, die zum Beispiel versuchen, als lokale Fischer gegen große Industrietrawler zu bestehen. Menschen, die versuchen, die Naturschönheiten gegen die Interessen der Öl- und Gasindustrie zu retten. Und Menschen, die versuchen, dem Exodus Nordnorwegens zu widerstehen.
Da ist Inger, der einerseits Sanitäter ist, aber in seiner Freizeit den örtlichen Sportverein fördert, wo er nur kann, sich so um den Zusammenhalt der Gemeinde kümmert. Da der Lohn nicht der beste ist, hat er sein Hobby zum Zweitberuf gemacht – er taucht gerne und prüft die Netze der Lachsfarmen in den Fjorden rund um das Nordkyn.
Auf den Lofoten ist es Ola, der der Angst vieler Einwohner ein Gesicht gibt. Angst vor einschneidenen Veränderungen, die eine ausufernde Gas- und Ölgewinnung vor den Küsten dieses Naturparadieses mitbringen würden. Warum die Lofoten für viele zu den schönsten Gegenden der Erde gehören, zeigen die Luftaufnahmen, die uns mit Hilfe unserer Cessna Grand Caravan gelungen sind.
Also, um 19:50 Uhr den MDR einschalten und zuschauen – ich würde mich sehr freuen.





Abgelegt unter Im Tiefflug zum Nordpol
Artikel vom 26. Dezember 2010
Nun geht es los! Der erste Teil von Im Tiefflug zum Nordpol – Europas eiskalter Norden wird am Montag, 27. Dezember, um 19:50 Uhr im MDR TV ausgestrahlt.
Was gibt zum Anfang der vierteiligen Serie zu sehen? Der Start in Leipzig, die Färöer Inseln mit grandiosen Wasserfällen, die auch schon mal bergauf fließen, mit grünen Dächern, abgeschiedenen Dörfern, einem identitätsstiftenden Kettentanz sowie Klippen, die wohl die höchsten auf der Erde sind.
Dann Island, mit seinen Vulkanen und Eisfeldern, mit Helgi, dem schnitzenden Schafbauern, mit Abbi und Claudia und ihren Islandpferden, mit Hühnern, die vor mehr als 1000 Jahren von den Wikingern eingeführt und seitdem nie mehr mit einer anderen Rasse gekreuzt wurden, mit Schafen und einer Deutschen, die aus der Wolle feine Sachen für den russischen Markt fertigt.
Und natürlich mit grandiosen Ein- und Ausblicken aus der Luft auf wunderbare Landschaften.





Abgelegt unter Im Tiefflug zum Nordpol
Artikel vom 23. Dezember 2010
Bevor es am Montag im MDR mit der Nordpol-Dokumentation los geht, gibt es am morgigen 24. Dezember in 3SAT um 11.00 Uhr sozusagen als Einstieg meine Reportage “Mein russisches Weihnachten” – Geschichten und Gesichter aus dem großen russischen Reich von St. Petersburg bis nach Ojmjakon tief in Ost-Sibirien. Der Film zeigt, wie dort Weihnachten gefeiert wird.
Also, wer Zeit und Lust hat bitte reinschauen. Ich würde mich sehr freuen!
Abgelegt unter Im Tiefflug zum Nordpol
Artikel vom 23. Dezember 2010
… und schon mal viel Vorfreude auf den Film am Montag um 19.50 Uhr im MDR.
Ich wünsche Euch und Ihnen ein besinnliches und zugleich fröhliches Weihnachtsfest. Viele schöne Stunden, feines Essen und vor allem liebe und nette Menschen um einen jeden herum.
Abgelegt unter Im Tiefflug zum Nordpol
Artikel vom 17. Dezember 2010
Es ist soweit, das lange Warten hat ein Ende. Am heutigen Abend (Freitag, 17. Dezember) gibt es in der MDR-Talkshow Riverboat die ersten Geschichten und Bilder von der Nordpolexpedition zu sehen und zu hören. Also, wer Lust hat und die Zeit bis zur Ausstrahlung der vierteiligen Dokumentation (27. bis 30. Dezember) verkürzen will, der sollte den MDR einschalten. Würde mich sehr freuen! Bis dann um 22.00 Uhr!
Abgelegt unter Im Tiefflug zum Nordpol