Ich wünsche viel Spaß beim dritten Rückblick auf 20 Jahre Dreharbeiten rund um den Globus – heute (Sonntag, 30. Oktober) um 21 Uhr im MDR TV.
Wo Leben anders ist – 20 Jahre Junkers Weltreisen / letzter Teil heute um 21:00 im MD
Artikel vom 30. Oktober 2011
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Wo Leben anders ist – 20 Jahre Junkers Weltreisen / Teil 2 am Sonntag um 21.00 Uhr im MDR TV
Artikel vom 22. Oktober 2011
Der Rückblick auf 20 Jahre Filmreportagen aus 101 Ländern geht weiter. Teil 2 an diesem Sonntag um 21 Uhr im MDR. Der dritte und letzte Teil folgt dann am 30. Oktober, ebenfalls um 21 Uhr im MDR.
Viel Spaß beim Zusehen!
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Wo Leben anders ist – 20 Jahre Junkers Weltreisen
Artikel vom 14. Oktober 2011
Am Sonntag um 21.00 Uhr startet im MDR eine dreiteilige Reportage der ganz besonderen Art. Wo Leben anders ist – 20 Jahre Junders Weltreisen ist ein Rückblick auf all meine Filme der letzten zwanzig Jahre. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie und Ihr zusammen mit mir auf eine Weltreise durch 101 Länder aufbrechen würden/würdet.
Teil 1 an diesem Sonntag, die beiden folgenden am Sonntag, 23. 10. und Sonntag, 30. 10.2011, jeweils um 21.00 Uhr im MDR Fernsehen.
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Das Leben geht seinen eigenen Weg…
Artikel vom 23. Mai 2011
Manchmal verändert sich fast Alles innerhalb weniger Minuten und Stunden. Planungen, Projekte – und seien sie noch so wichtig – werden gegenstandslos. Weil anderes in den Vordergrund drängt und Wichtigkeit erlangt.
Es gibt Dinge, die wir nicht verändern, sondern nur akzeptieren und in unser eigenes Leben integrieren können.
Es sind Dinge, die zu unserem Leben dazugehören.
Aus diesem Grund wird auf dieser Blog-Seite für eine kurze Weile noch Ruhe einkehren. Ich muss und will meine Kraft derzeit an anderer Stelle einsetzen.
Mitte August werde ich dann an dieser Stelle das präsentieren, was ich ursprünglich auch geplant hatte – eine ausführlichen Rückblick auf 20 Jahre Weltreisen mit der MDR-Kamera.
Ich bin mir sicher, sie werden dafür Verständnis haben.
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Belarus – der Schnitt beginnt
Artikel vom 26. März 2011
Nach den Dreharbeiten beginnt nun die finale Phase der Filmproduktion von “Geschichten und Gesichter aus Weißrussland” – der Filmschnitt. Peter Eichstädt hat wie in den letzten 6 Jahren die Musik komponiert und eingespielt, Torsten Zürn hat die digitalen Schnittmesser geschliffen, Matthias Kofahl hat unseren AVID mit all den gedrehten Bildern und Interviews gefüllt. Ablauf und Textfragmente stehen ebenfalls. Ein Tröpfchen Wodka aus Weißrussland ist bereitgestellt. Für seelige Momente, oder wenn einmal die Inspiration fehlen sollte.
Ich freue mich auf die kommenden Tage. Der Schnitt ist eine Menge Arbeit, aber für uns ist es wohl wieder ein Hochgenuß. Wir dürfen diese Dokumentation über das Alltagsleben in Belarus schneiden, wir müssen es nicht machen.Ein großartiges Gefühl!
Über die kommenden Tage werde ich an dieser Stelle berichten.
Weitere Berichte aus 20 Jahren Weltreise mit der MDR Kamera folgen dann im Anschluß. Bis Ostern gibt es die ausstehenden Berichte über die erste Filmexpedition aus dem Jahr 1991 Zum Dach der Welt sowie alle Geschichten und einige Fotos zur großen Canadareise im Jahr 1994 – Eskimos und Wolkenkratzer.
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Teil 4 – durch den Iran im Jahr 1991
Artikel vom 9. Februar 2011
Der Iran sollte mir eine Erfahrung bringen, die ich rückblickend als grundlegend bezeichnen möchte und mich bei vielen weiteren Reisen und Filmexpeditionen geprägt hat.
Vor Ort ist es oftmals völlig anders, als wir in Deutschland darüber denken.
Wie oft sollte ich in den kommenden Jahren beispielsweise vor Strecken stehen, die Menschen als extrem schwierig, ja nahezu unpassierbar beschrieben hatten. Als wir dann vor Ort an besagten Stellen waren, glaubten wir so manches Mal ganz wo anders zu sein als an der beschriebenen Strecke. Berichte, die ich vor Antritt der Reise in deutschen Magazinen gelesen hatte, um mich auf das vorzubereiten, was da mich zukommen sollte, erwiesen sich häufig überhöht und spektakulärer geschrieben, als es die Realität war.
Im Iran war es nicht anders. Die Durchquerung der beiden Wüsten wurde in einer Art und Weise beschrieben, dass wir Zweifel hegten, diese in der genehmigten Zeit von sieben Tagen bewältigen zu können. Und wie war es tatsächlich? Wir rollten durch den Wüstenstaat bis hinüber an die pakistanische Grenze auf einem nahezu perfekten Teerband.
Die einzige wirkliche Hürde war die extreme Hitze Anfang September. Kein Tag unter 40 Grad im Schatten. Nein, das Fahren auf dem Motorrad war da kein Spaß mehr, so schön auch die Wüste war. Auch die Dreharbeiten waren bei diesen Bedingungen sehr anstrengend. Aber lohnenswert, allein schon wegen der traumhaften Landschaftsaufnahmen. Und dann lernten wir an den zahlreichen Tankstellen, was wirklich wertvoll war. Ein Liter Benzin kostete umgerechnet 5 Cent, eine Tasse Tee 10 Cent und ein Liter Trinkwasser 1/2 Euro.
Zudem trafen wir auf unbeschreibliche Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen. Selbst in der heiligen Stadt Qom. Spät kamen wir dort an, es war schon dunkel und wir wussten nicht wirklich, wo wir übernachten könnten. Die meisten Hotels waren Moslems vorbehalten. Wo also sollten wir hin? Nun, es war ein geistlicher Würdenträger, der uns zu Bett und sicherer Unterkunft für die beiden Motorräder verhalf. Unser Hotel hatte keinen Parkplatz. Die Bikes aber einfach auf der Straße abzustellen, nein das schien dem Geistlichen dann doch zu unsicher. Kurzerhand besorgte er einen Block weiter einen kleinen Laden, der gerade umgebaut wurde. Wir durften in ihm die Motorräder abstellen.
Wenn wir tagsüber unterwegs waren, verging keine Pause, ohne dass wir nicht von zuhause, von Deutschland, vom Leben dort erzählen mussten. Meist waren wir noch nicht von den Bikes abgestiegen, da umgab uns schon eine Menschentraube. Harald und ich wurden aufgeteilt. Jeder hatte seine Gruppe, der er berichten durfte. Aber das war keine Pflicht für uns, ganz im Gegenteil. Wir fühlten uns geehrt. Und es lehrte uns ein Bild von den Menschen im Iran, welches wir so nicht kannten.
Ein wenig gewöhnungsbedürftig, um es neutral auszudrücken, war der Osten des Irans. Pakistan schon in Gedanken, fuhren wir durch die karge Landschaft. Lange Geraden durch wüstenartige Gegenden. Die Straßen, noch gebaut zu Zeiten des Schahs, in bestechender Qualität. Dort, wo irgendwann einmal Wasser fließen könnte, gab es großzügige Röhren unter der Straße. Wir fuhren vor uns dahin, ein wenig von der Hitze betäubt, ein wenig von den eigenen Gefühlen übermannt. Es war so viel neu, alle paar Kilometer, selbst hier in der Abgeschiedenheit der Wüste. Irgendwann sah ich im Rückspiegel nicht nur meinen Freund Harald auf seinem Bike, sondern auch noch ein paar Gestalten. Aber die verschwammen in meiner Wahrnehmung. Eben noch, vor ein paar Sekunden, als ich an dieser Stelle war, da war doch bloß pure Kargheit! Ich nahm es nicht weiter wichtig. Wenn es sehr heiß ist und man zu wenig Wasser getrunken hat, dann verschwimmt so einiges und man sieht so manches, was gar nicht existiert.
Ein wenig später knatterte ein Helikopter nicht weit neben mir auf der rechten Seite und ich blickte in einen Gewehrlauf. Kein gutes Gefühl. Wie sollte ich nur reagieren? Drosselte ich die Geschwindigkeit, flog auch der Heli langsam. Beschleunigte ich, war auch der Heli schnell. Das Spiel ging so lange, bis wir ein scheinbar nicht enden wollende Tal durchquert hatten. Wir fuhren einen Pass hinauf, der Heli drehte ab.
Eine gute Stunde später brauchten wir Benzin. Normale Tankstellen waren geschlossen, also mussten wir zum Militär. Und dort wurden wir bereits erwartet. Wir seien wohl ein bisschen zu schnell gewesen und hätten den Militärposten in der Wüste überfahren (die Röhre…) ohne anzuhalten. Da habe man mit dem Heli nachschauen wollen, wer denn da auf den beiden Motorrädern unterwegs sei.
Nun ja, das Militär hatte seinen Wissensdurst befriedigt. War doch auch schon was…
Fortsetzung folgt
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Teil 3 – Zum Dach der Welt
Artikel vom 2. Februar 2011
Zum Dach der Welt – nichts mehr und nichts weniger wollten wir. Dem Freund Ruedi das Motorrad bringen war das eine. Aber wenn man schon so weit reisen würde, dann sollte man noch ein paar Kilometer oben drauf legen und zum Dach der Welt reisen. Liegt Karachi im Süden Pakistans, so beherrscht das Himalaja nebst dem Karakorum-Gebirge den Norden des Landes. Etliche 6-, 7- und Achttausender. Seit meiner Kindheit hatte ich von diesen Bergriesen geträumt, nun wollte ich sie mir nicht entgehen lassen.
Österreich, die Fähre vom italienischen Ancona nach Griechenland und schließlich die Türkei einmal von West nach Ost durchquert – all das ging schnell. Die Motorräder liefen gut, das Wetter war fast immer brauchbar. Und mein Schutzengel durfte ein erstes Mal richtig arbeiten. Wohl im Überschwang der Erlebnisse und in Vorfreude auf immer neue Eindrücke und Geschichten, geriet ich selbst verschuldet mitten in den Bergen der Türkei in eine gar heikle Situation. Bergab wollte ich einen LKW überholen, schätze allerdings einen entgegen kommenden Bus falsch ein. Der kam schneller als gedacht. Hätte der Trucker nicht blitzartig reagiert und sein Fahrzeug nach rechts manövriert, wäre die Reise schon hier unweigerlich zu Ende gewesen.
Wenig später standen wir an der Grenze zum Iran. Es war ein eigenartiges Gefühl. Für ganze 7 Tage hatten wir ein Visa bekommen. Viel wussten wir nicht über dieses Land, über die Strecken durch die Wüsten Dash-e-Kebir und Dash-e-Lut. In den Jahren zuvor war viel vom Iran-Irak-Krieg die Rede. Zudem von einem Land, dessen religiöse Führer ein ganze Volk drangsalierte. Dies waren die vorherrschenden Geschichte in den deutschen Medien, auch noch im Jahre 1991. Was also würde uns erwarten jenseits des Schlagbaumes? Würden diese 7 Tage ausreichen, um bis zur pakistanischen Grenze zu gelangen?
Fortsetzung folgt
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Teil 2 – Kurz vor dem Start zur ersten Filmreise
Artikel vom 26. Januar 2011
Für die Vorbereitungen blieb nicht wirklich viel Zeit. Das Kameraequipment musste zusammengestellt, Visa für den Iran und Pakistan besorgt werden. Das alleine war schon aufreibend genug und gelang nur deshalb, weil die Beamten in den entsprechenden Botschaften die Idee für abenteuerlich und zugleich lustig empfanden. Die Bearbeitungsfristen würden deshalb freundlich auf eine Minimum reduziert.
In meinem Freund Harald Hornig war schnell ein geeigneter Reisepartner gefunden. Er verfügte über reichlich Erfahrung in Motorrad-Fernfahrten jenseits der europäischen Grenzen und kannte sich als Ingenieur bestens mit den Bikes aus.
Problematisch stellte sich das Verstauen der vielen Sachen dar, die wir gedachten, mit nach Asien nehmen zu wollen. Um es kurz zu machen, es war ein intensiver und teilweise brutaler Lernprozess. Wir hatten zwei Motorräder, sonst nichts Fahrbares, was irgendwie hätte etwas transportieren können. Die Kamera samt Stativ und weiterem Zubehör war gesetzt. Ersatzteile für die beiden Bikes und eine medizinische Erste-Hilfe-Ausrüstung ebenso.
Damit war das zu Verfügung stehende Packvolumen nahezu ausgeschöpft. Also mussten wir an anderer Stelle kräftig sparen. So blieb einem jeden von uns am Ende die folgende Mitnahmeliste: eine Jeans, ein Pullover, vier Unterhosen, vier T-Shirts, ein paar Socken. Mehr nicht. Zugegeben, zu diesem Zeitpunkt schien es mir noch nahezu unmöglich, so eine solche Reise zu bewältigen. Doch bei den folgenden Expeditionen und Ausflügen in die Welt sollte sich daran nichts mehr wesentlich ändern. Ich werde an anderer Stelle noch darüber berichten, wie man mit so wenig Bekleidungsstücken gut über die Runden kommt, wenn man nur die richtige Taktik anwendet.
Vier Tage vor dem Start ereilte mich noch eine deftige Mandelentzündung. Ein Antibiotikum half schnell, zumindest war ich pünktlich zum Start ohne Fieber und glaubte mich stark und fit genug, die lange Fahrt anzutreten.
Fortsetzung folgt
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Wie alles anfing
Artikel vom 13. Januar 2011
Es war das Jahr 1990, der Sommer ging dem Herbst entgegen. Der MDR war noch nicht gegründet, geschweige denn auf Sendung.
Ich war in der Nähe von Zürich bei Ruedi, einem meiner besten Freunde. Es war seine Abschiedsfeier, hatte er doch beschlossen, mit Frau, Kind und Hund nach Karachi (Pakistan) zu ziehen. Die Jahre zuvor waren wir oft mit den Motorrädern durch Europa gezogen, nach Spanien und Portugal, über viele Alpenpässe, nach Italien und Frankreich.
Der Abend war so fröhlich, wie ein Abschied sein kann, wenn man sich für die freut, die in die Ferne ziehen und dort eine neue Welt entdecken können. Trauer kam auch auf, bei denen, die zurück blieben, vor allem bei den Eltern. In Vorinternetzeiten war Kommunikation in ein solch entferntes Land noch schwierig und mühsam, manchmal für viele Tage auch unmöglich. Telefonleitungen brachen gern einmal zusammen und wurden erst Tage später geflickt. Und Briefe brauchten eine halbe Ewigkeit.
Just an diesem Abend wurde der Grundstein für 20 Jahre Weltreisen mit der MDR-Filmkamera gelegt. Denn angefangen hat alles mit einem Versprechen, gegeben am Ende dieses langen, wein- und bierseeligen Abend. Zu später Stunde rang Ruedi mir das Versprechen ab, sein Motorrad binnen Jahresfrist nach Karachi zu bringen. Natürlich konnte ich dem Freund dies nicht abschlagen. Zu verlockend die Aussicht auf ein großes Abenteuer!
Ruedi und Familie flogen gen Asien, ich kehrte zum Bayerischen Rundfunk nach München zurück und wenig später zog ich als ARD-Beauftrager für das neue Bundesland Sachsen nach Leipzig und Dresden. Die Monate verstrichen, Ruedi ging seiner Tätigkeit als Entwicklungshelfer nach, ich berichtete für Tagesschau und Tagesthemen sowie der Rundschau des Bayerischen Rundfunks aus Sachsen – auch über ein Ereignis im August 1991. Professor Udo Reiter wurde als Gründungsintendant gewählt. Und einen Tag später fragte er mich, ob ich nicht bleiben und die Fernseh-Nachrichtenredaktion mit aufbauen wolle. Was für eine Chance! Natürlich nahm ich das Angebot an.
Doch ein paar Tage später erreichte mich ein Anruf von Ruedi. Das Jahr sei nun schon fast rum, sein Motorrad aber würde noch immer in Europa stehen. Wie es denn stünde um das gegebene Versprechen?
Was für eine Zwickmühle! Auf der einen Seite stand ich im Wort beim Freund, auf der anderen galt es den MDR aufzubauen. Bis zum Sendestart waren es ja nur mehr knappe vier Monate. Um es kurz zu halten, die neuen Chefs hatten ein Einsehen, ließen mich von dannen ziehen. Jedoch nur unter der Bedingung, dieses Abenteur auf zwei Rädern mit der Kamera festzuhalten. Und mehr als sechs Woche dürfe ich auch nicht brauchen! Mein Herz war befreit, die erste ganz große Überlandfahrt via Österreich, Italien, Griechenland, Türkei, Iran nach Pakistan bis zur chinesischen Grenze auf 4800 m im Karakorum-Gebirge konnte beginnen.
Fortsetzung folgt
Abgelegt unter 20 Jahre Weltreisen
