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Der Bundesstaat Peleliu, die Republik Palau und die Staatsdiener

Artikel vom 26. Januar 2010

Wir sind zurück von der Insel Peleliu. Sie ist eine der wenigen, die etwas größer und somit bewohnt sind. Peleliu ist sogar ein eigener Bundesstaat. 16 sind es an der Zahl, die die Republik Palau bilden. Eine abstruse Konstruktion.
Rund 800 Einwohner hat Peleliu. Was bei uns in Deutschland nicht einmal zu einer eigenen Dorfverwaltung mit Bürgermeister und Gemeinderat reichen würde, ist hier gleich ein ganzer Bundesstaat. Mit entsprechender Verwaltung. Und in der arbeiten ausschließlich Palauaner. Es gehört zum guten Ton, beim Staat angestellt zu sein. Der wiederum bezieht einen Großteil seiner Einnahmen von anderen Ländern. Palau hat als einer der wenigen Staaten Taiwan anerkannt. Klar, dass Taiwan sich im Gegenzug als sehr spendabel erweist. Japan hat von 1914 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges Palau besetzt, anschließend war es Teil der USA. Erst 1994 erlangte man die Unabhängigkeit. Japan schick nun nicht nur Touristen, sondern auch Geld. Ähnlich verhält sich die USA. Palau liegt relativ nah vor den Toren Südostasiens mit seinen Staaten China und Nordkorea. Da wird die freundschaftliche Beziehung zu dem Inselstaat mit der strategisch günstigen Lage auch finanziell gefördert. Und natürlich vergessen viele andere Staaten auch nicht, dass das UN-Mitglied Palau über eine Stimme verfügt, die genauso viel zählt wie jene der größten Staaten der Welt.
Mit diesem Hintergrund lässt es sich auf Palau gut leben, auch oder gerade mit 16 Bundesstaaten. Weit mehr als die Hälfte aller arbeitenden Palauaner sind Staatsdiener.
Aber Peleliu hat noch viel mehr zu bieten, als diesen Einblick. Dazu an dieser Stelle bald mehr.

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