Nach 31 Stunden haben wir es geschafft. Wir sind auf Palau angekommen. Krasser hätte der Unterschied nicht ausfallen können. Eben noch Temperaturen um die Nullgrad, dann bei der Zwischenlandung in Anchorage – 20°C und Sturm, nun + 30°C. Dazu eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit und Regen. Aber egal. Es hat außer ein paar Verzögerungen keine Probleme gegeben. Und mal ehrlich, anstatt 3 Stunden auf dem Flughafen Anchorage fast 10 Stunden verbringen zu dürfen, ist doch eine interessante Erfahrung. Zumal wenn der internationale Teil so gut wie geschlossen ist und das einzige Cafe nur für 30 Minuten öffnet. Da es sich um nahezu ausschließlich asiatische Fluggäste handelte, sah man anscheinend keine Veranlassung, sich ein wenig um diese zu kümmern. Naja…
Morgen werden wir uns mit einigen Leuten vond er Insel treffen. Da ist eine Palauerin, die uns zu einem entlegenen Dorf führen will. Da ist Thomas Schubert, der deutsche Konsul auf dem Eiland. Er will uns die deutsche Vergangheit Palaus näher bringen – 1899 hat der deutsche Kaiser immerhin Palau mal gekauft, 1914 wieder verloren… Wir werden darüber berichten. Und da ist noch Sam, ein Ire. Er lebt seit vielen Jahren auf Palau und kennt zwar nicht jeden der 20.000 Einwohner, aber doch sehr, sehr viele. Gute Voraussetzungen, um Geschichten zu sammeln.
Lustig ist, dass wir eben, sprich auf Adak, noch 11 Stunden hinter Deutschland waren, nun aber 8 Stunden weiter sind. Wenn wir hier ins Bett gehen, läuft Deutschland gerade erst zur Hochform auf.
Regen in Palau
Artikel vom 12. Januar 2010
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