Auf die blaue Grotte haben wir am Ende verzichten müssen. Zwar war das Wetter schön, aber die Wellen waren für die Einfahrt in die Grotte einfach zu hoch. Gerne hätten wir diese Aufnahmen noch mit nach Hause genommen, aber ich denke, wir haben auch so viele interessante Geschichten auf dieser wunderbaren Insel sammeln können.
Nun zu unserer Rückkehr. Griechenland und die diversen Streiks sind eine scheinbar nicht enden wollende Angelegenheit. Auf Kastellorizo streikt keiner, aber Auswirkungen gibt es natürlich auch dort zu spüren. Für Mittwoch war eine Flugverbindung von und nach Rhodos geplant, aber diese fiel dem Generalstreik zum Opfer. Und damit war unser Heimweg via der Nachbarinsel und Athen nicht mehr möglich. Zum Glück sind die Menschen auf Kastellorizo Meister im Improvisieren und haben einen hervorragenden Kontakt zur nur 3 km entfernten Ortschaft Kas auf dem türkischen Festland. Ein paar Telefonate und dann stand die Rückreise für uns. Per Fischerboot über das Meer, in Kas eine Nacht verbracht, am Morgen von einem netten jungen Mann aus dem ruhigen Dorf nach Antalya gefahren, dort in den Flieger und zurück nach Deutschland. Ein Dank an dieser Stelle all jenen auf Kastellorizo und in Kas, die uns geholfen haben. Ohne sie würden wir wohl noch bis Montag oder Dienstag in Griechenland festsitzen. So können wir jetzt für 24 Stunden tief durchatmen und uns anschließend ganz dem Schnitt der fünfteiligen Serie widmen.
Auch darüber werden wir an dieser Stelle berichten.
PS: Wenn Sie sich wundern, dass ich in diesem Beitrag Kastellorizo mit zwei “l” geschrieben habe, vorher aber immer mit einem “l”, dann liegt es an den Menschen auf dem kleinen Eiland. Sie wünschen es sich so. Sie schreiben es so. Auch wenn es sonst keiner auf der Welt macht – nicht einmal die Offiziellen in Athen. Also werden wir es ab jetzt auch so halten.
