Archiv für das Tag 'Astrachan'

Kaviar und das Wolgadelta

Artikel vom 30. August 2011

Es ist richtig sommerlich in Astrachan. Kaum ein Wölkchen am Himmel, Temperaturen um die 34 Grad. Gut für die Dreharbeiten. Die haben uns gestern in das Wolgadelta  geführt. Einst war es ein begehrter Platz für den Stör, allen voran der Beluga tummelte sich gerne in dem weit verzweigten Wassernetz.Vergangenheit!  Diese Fische sind fast komplett ausgestorben.

Zum einen hat ein großes Dammprojekt und die damit eingezogene Regulierung der Wassermassen die Laichplätze stark zerstört. Zum anderen sind diese Tiere ob ihrer Eier enorm stark begehrt. Die Rede ist vom Kaviar. Eines der begehrtesten Luxusspeisen auf der ganzen Welt.

Russland hat deshalb bereits 2005 den Stör auf die Rote Liste gesetzt und die Produktion von Kaviar nur mehr aus Zuchttieren gestattet. Zudem werden pro Jahr eine Millionen Störe (Russischer Stör sowie Beluga) in die Wolga ausgewildert. Wie das abläuft haben wir filmen können. Und dazu tief drinnen im Wasserlabyrinth ein fast nicht enden wollendes Meer an Lotusblumen entdeckt. Ein traumhafter Anblick! Das Wolgadelta ist der einzige Ort in Europa, wo man die rosafarbenen Wasserblüten in freier Natur betrachten kann.

Kaviar wird übrigens zur Zeit nicht produziert. Dies geschiet nur in den Monaten April bis Juni.

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Ankunft in Astrachan

Artikel vom 28. August 2011

Nun also kann es los gehen mit den Dreharbeiten. Nach rund 4000 km sind wir am Kaspischen Meer in der Stadt Astrachan angekommen. Es ist das Thema Kaviar, was uns hierher verschlagen hat. Denn in Astrachan werden die begehrten Fischeier produziert. Früher vor allem im nahen Wolgadelta, heute nur mehr in einer Zuchanlage. Die wilde Fischerei ist verboten. So will es ein Gesetz.

Wir werden in den kommenden drei Tagen u.a. in der Zuchtanlage drehen, aber auch bei Fischern im Delta. Und auf dem Fischmarkt.

Wie sind die Tage in Russland bisher verlaufen? Völlig entspannt war die Einreise. Die Beamten waren sehr nett, haben uns beim Ausfüllen der Zolldokumente geholfen. Dazu ein angenehmer Plausch über unsere geplante Reiseroute. Auch die Vollendung der Formalitäten im Ministerium für ausländische Angelegenheiten zu Moskau war schnell erledigt. Wir sind nun im Besitz der offiziellen Journalistenakkreditierungen.

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