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Sonntag, 3.1.;22:00 Uhr: Geschichten und Gesichter aus Albanien

Artikel vom 3. Januar 2010

Heute Abend läuft die Erstausstrahlung meiner neuen Reportage über Albanien. Was können die Zuschauer erwarten? Nun, ich würde sagen einen typischen Junker-Film. Die Menschen stehen im Mittelpunkt. Der MDR hat dazu folgende Pressemitteilung herausgegeben:
Mit der Dokumentation Geschichten und Gesichter aus Albanien wird der MDR-Filmemacher Thomas Junker die Zuschauer nach Albanien führen. Jenem Land, welches ganz langsam aus der Starre der stalinistischen Vergangenheit erwacht und zaghaft Anschluss an das moderne Europa erlangt. Der Autor portraitiert vor allem das Alltagsleben in diesem südosteuropäischen Land.

Für dieses Vorhaben hat Junker im Herbst 2009 bei einer ausführlichen Reise das gebirgige Land der Skipedaren mit seinem zum Teil noch immer schwer erreichbaren Regionen bereist. Dabei hat er etliche Geschichten gesammelt und Gesichter portraitiert. So beispielsweise ein altes 81-jähriges Ehepaar in der Ortschaft Theth in den Albanischen Alpen, dass jeden Winter zusammen mit 10 anderen Familien rund 5 Monate von der Außenwelt abgeschlossen lebt, weil es keine Straßenverbindung gibt. Dorthin geführt hat ihn Pashko Pisha. Offiziell ist er Taxifahrer. In der Realität heißt das nichts anderes, als dass er in den restlichen Monaten drei bis vier Mal pro Woche von der Stadt Shkodra in das Bergdorf mit seinem 25 Jahre altem Minibus fährt und dabei nicht nur Menschen transportiert, sondern vor allem die Versorgung des Dorfes mit Lebensmitteln sicher stellt. In der Hauptstadt Tirana hat der MDR-Filmemacher den berühmtesten Maler des Landes, Ali Oseku, getroffen und mit ihm über die Freiheit der Kunst zu Zeiten des stalinistischen Diktators Envar Hoxha unterhalten. Dazu kommen Geschichten über Olivenbauern im Süden des Landes, über einen Marmorhändler, dessen bestes Geschäft der Bau von Grabbedeckungen ist, und über einem Unternehmer, der nach der Wende sich einen kleinen LKW gekauft hat und heute zu den erfolgreichsten Managern des Landes gehört, der es sogar geschafft hat, im Gegensatz zum europäischen Trend wieder eine Textilproduktion aufzubauen. Geschichten über eine opulente Verlobungsfeier, bei der jeder Gast 1300 Gramm Fleisch verspeisen sollte, und über Seilzugfähren, die immer noch zum Alltagsbild gehören und deren Betreiber wahre Improvisationskünstler sind, runden die Dokumentation über das Land der Skipedaren ab.

Thomas Junkers neueste Dokumentation ist der Auftakt zu einer Reihe über osteuropäische Staaten und Regionen. So wird der 45-jährige MDR-Filmemacher im kommenden Jahr Geschichten und Gesichter aus Moldawien präsentieren.

Ich würde mich natürlich freuen, wenn viele Interesse an diesem Film finden würden. Also, reinschauen, Spaß haben und wenn Lust dazu, mir einen Kommentar schreiben: post@thomasjunker.de

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