Harte Wochen für die Fischer

Artikel vom 16. Februar 2010

Winterzeit auf Kastelorizo heißt, es gibt oftmals heftige Winde. Für die Fischer auf der Insel bedeutet dies nichts Gutes. Mit ihren kleinen Booten sind sie dann gezwungen, an Land zu bleiben. Aber arbeitslos sind sie deshalb noch lange nicht. Die Netze wollen gepflegt und geflickt werden, neue für die Saison vorbereitet werden. Wir haben heute Michalis und seinem Mitarbeiter Achmed zugeschaut. In einem Haus nahe dem Hafenbecken hat er all seine Arbeitssachen untergebracht. Netze über Netze, auf den ersten Augenblick ein wenig wirr. Aber es hat alles seinen Sinn und ist mit System verstaut.
In einem großen Raum im Erdgeschoß sitzt Fischer Michalis links hinten an einem kleinen Tisch. Neben ihm ein großer Bottich mit einer schier endlosen Schnurr und vielen kleinen Haken. Die Fischerei ist schwierig geworden, erzählt er uns, die Fischgründe sind zu intensiv von großen Unternehmen bearbeitet worden. Da ist es für kleine Fischer wie ihn nicht einfach.
Klagen will er dennoch nicht. Das Einkommen reicht, um sich und seine 4-köpfige Familie sowie Mitarbeiter Achmed zu ernähren. Der sitzt derweil im selben Raum auf dem Boden und repariert ein Netz. Im April wird die Saison beginnen, bis dahin müssen insgesamt fünf Kilometer Netze fertig sein – alte und neue. Viele Arbeit für die beiden Fischermänner.

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Achmed bei der Pflege eines Netzes

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Michalis an seinem Arbeitsplatz

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