Artikel vom 26. November 2011
Der tiefe Osten Sibiriens sowie Wladiwostok an der Pazifikküste sind die Ziele im fünften und letzten Teil.
Da ist ein 9 Jahre altes Versprechen, dass ich endlich einlösen wollte. 2002 waren wir in Tajura, einem winzigen Dorf an der Lena, tief drin in Sibirien. Der Ort ist nur auf dem Wasserweg zu erreichen. 24 Menschen leben dort. Zwei haben wir besucht, Galina und Rudolf. Ein altes Rentnerpaar, die komplett von der Subsistenzwirtschaft leben. Als wir vor Jahren auf ihrem kleinen Hof drehten, nahmen ihre Hühner reißaus vor dem Mann mit der Kamera. Wir gingen also auf die Suche, allerdings konnten wir zwei nicht finden. So versprach ich eines Tages mit zwei neuen vorbei zu kommen…
Wie gesagt, neun lange Jahre sind seitdem vergangen. Im Februar 2006 habe ich einen Versuch unternommen (im Zuge der Dreharbeiten zu „Jenseits der Wärme“). Der aber scheiterte keine 30 km vor Tajura, weil das Eis nicht tragfähig war. Nun also der nächste Anlauf!
Weitere Stationen in diesem Teil: der traumhaft schöne Baikalsee, die buddhistisch geprägte Teilrepublik Burjatien sowie Wladiwostok, das derzeit mit einem enormen finanziellen Aufwand modernisiert wird.
Ich wünsche viel Spaß beim Zuschauen!
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Artikel vom 24. November 2011
Workuta, dieser Ort im hohen Norden Russlands, ist aus Gulags entstanden. Aus Lagern, in denen politische Häftlinge und Kriegsgefangene unter barbarischen Umständen nach Steinkohle graben mussten. Mehr als 100 Gulags (in denen über 1 Millionen Menschen geschunden wurden) waren es einst, heute sieht man davon so gut wie nichts mehr. In den letzten zwei Jahrzehnten wurden außer zwei Gebäude alle zerstört. Aber es gibt Menschen wie Vitali Troshin, die die Erinnerungen wach halten. Mit ihm haben wir Workuta besichtigt.
Ein weiteres Thema in diesem vierten Teil ist die Tundra-Landsschaft östlich der Stadt. Mit einem Kettenfahrzeug sind wir dort für fünf Tage unterwegs gewesen, haben ein altes Geologencamp aufgesucht, in dem heute nur mehr ein Mann arbeitet. Sind in Sob gewesen, einem winzigen Weiler mit fünf ständigen Einwohnern und einem skurrilen Skilift, der nur über eine Hängebrücke erreichbar ist.
Schließlich haben wir die Komi-Nomaden getroffen, die in der Abgeschiedenheit des nördlichen Urals mit ihren Rentieren leben.
All das und noch so manches mehr – heute um 19:50 im MDR!.
Viel Spaß!!
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Artikel vom 23. November 2011
Bevor ich zum Inhalt des dritten Teils des Filmes komme, möchte ich mich erst einmal für die gewaltige Zuschauerresonanz bedanken! Ich freue mich sehr über das große Interesse an meinem Film – DANKE!
Außerhalb Russlands ist die westsibirische Stadt Cheljabinsk kaum bekannt. Doch es lohnt sich, mehr als nur ein paar Augenblicke dort zu verweilen. Stadt und Region haben sich blendend entwickelt. Nirgendwo ist die Wirtschaftsentwicklung so dynamisch wie in Cheljabinsk. Das Fundament für den wirtschaftlichen Boom ist die Schwerindustrie. Mit Stahl ist man groß und reich geworden. Inzwischen gibt es viele andere Wirtschaftszweige, die erfolgreich sind – darunter u.a. die weltweit fünftgrößte Pastafabrik.
Wo Licht ist gibt es bekanntermaßen auch viel Schatten. Das ist in Russland nicht anders. Die Schere zwischen einer kleinen, reichen und einer großen, sehr armen Schicht ist enorm. Ein durchschnittlicher Monatslohn (ca. 400 Euro) reicht oftmals nicht aus, um die Miete einer kleinen 2 Zimmer-Wohnung zu bezahlen. Auch darüber werden wir heute berichten.
Schließlich machen wir uns von Omsk auf in den hohen Norden Russlands. Workuta ist unser Ziel. Es ist ein sehr langer Weg. Aber einer, der uns die Schönheit des Herbstes und der Taig erleben lässt.
Heute im MDR TV um 19:50 Uhr!
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Artikel vom 22. November 2011
Ein Russland ohne Wodka ist nur schwer vorstellbar. Es ist und bleibt das Lieblingsgetränk im größten Staat der Welt. Doch auf die russische Seele kommen schwere Zeiten zu. Putin will die Steuer auf hochprozentigen Alkohol drastisch anheben. Der Preis für Wodka wird sich deshalb bis ins Jahr 2014 verdoppeln. Wir haben im Südural eine Wodkadestille besucht.
Deutsch-russische Freundschaften, auch darüber berichten wir heute im zweiten Teil. In Miass haben wir zu diesem Thema u.a. 14 Schüler aus Deutschland begleitet, die sich für Schule und Alltagsleben in Russland interessieren.
Schließlich ist es uns gelungen, einen Einblick in die geschlossene, militärisch abgeriegelte Stadt Ozersk zu bekommen. Dort wurde die erste sowjetische Atombombe gebaut. 1957 kam es hier in der atomaren Anlage Majak zu einem verheerenden Unfall, als ein Tank mit 80 Tonnen Atommüll explodierte. Dabei gelang so viel radioaktives Material in die Luft wie Jahrzehnte später in Tschernobyl. Wir waren das erste ausländische TV-Team, das in Ozersk seit dieser Katastrophe drehen durfte.
Nur so viel vorweg, es war ein skurriler Besuch.
Dies und mehr heute um 19.50 im MDR TV.
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Artikel vom 19. November 2011
Дорогие мои друзья!
Вот и вновь я вернулся обратно в Германию. 11 недель я имел честь путешествовать по Вашей стране и при этом смог собрать очень много чудесных и интересных историй с помощью моей видеокамеры.
Начиная с понедельника, 21 ноября, по субботу, 26 ноября, мой пятисерийный фильм «Душа России – Гордость России» можно будет увидеть на немецком телеканале МДР с 19.50 – 20.15 ч.
Тот, кто не сможет увидеть его по телевизору, имеет возможность посмотреть фильм в интернете на странице www.mdr.de/mediathek/fernsehen/index.html , начиная со вторника, 22 ноября.
Я хотел бы сердечно поблагодарить Вас за Вашу грандиозную поддержку в период проведения съемок!
С сердечным приветом,
Томас Юнкер
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Artikel vom 19. November 2011
Es ist vollbracht. Nach drei Wochen im Schnittstudio sind wir mit den Arbeiten am Fünfteiler “Russlands Seele Russlands Stolz” fertig. Vom kommenden Montag (21.11.) bis Samstag (26.11.) ist das Resultat im MDR sehen – immer um 19.50 Uhr, direkt nach der Nachrichtensendung MDR Aktuell.
Wir zeigen, wie die Menschen im größten Staat der Erde ticken, was ihnen wichtig ist und wie es um das Selbstbewusstsein der Russen bestellt ist.
Am Montag geht es los mit dem riesigen Wolgadelta, der stark reglementierten Kaviarproduktion und zauberhaften, in Europa einmaligen Lotusblüten. Stalingrad wird eine Rolle spielen, der Mamajew-Hügel in der Stadt sowie der deutsche Soldatenfriedhof 30 km außerhalb.
Nach Uljanovsk reisen wir, aber nicht etwa, weil dort Lenin geboren wurde. Der Grund ist das Nationale Museum für Luftfahrt, der Stolz der Lüfte, der leider immer mehr im Morast versinkt.
Schließlich besuchen wir im ersten Teil noch Togliatti. Dort ist die größte Autofabrik Russlands beheimatet – das Ladawerk. Dem Werk geht es schlecht, Togliatti auch, weil es zu sehr vom Autokonzern abhängt. Weit über 30 % haben seit 2008 ihren Arbeitsplatz verloren. Aber an Aufgeben denkt keiner.
Mag sein, dass der Stolz Russlands teilweise verblasst. Aber die russische Seele, sie hat ein großes Kämpferherz.
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Artikel vom 2. November 2011
… und schon im Schnittstudio. Viel Zeit bleibt ja nicht, bereits ab dem 21. November läuft der Film im MDR TV.
Das Filmmaterial haben wir bereits geschichtet und ins Schnittsystem transferiert. Der erste von fünf Teilen ist soeben fertig geworden. Zumindest was den reinen Schnitt samt Filmmusik anbelangt. Jetzt heißt es noch die richtigen Worte finden.
Am 5. November erscheint die neue MDR-Monatszeitschrift Mittendrin. Dort gibt es einen Vorgeschmack auf den neuen Film. Hier ist der Link: http://www.mdr.de/mittendrin/mittendrin140.html
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