Monatsarchiv für Oktober 2011

Wo Leben anders ist – 20 Jahre Junkers Weltreisen / letzter Teil heute um 21:00 im MD

Artikel vom 30. Oktober 2011

Ich wünsche viel Spaß beim dritten Rückblick auf 20 Jahre Dreharbeiten rund um den Globus – heute (Sonntag, 30. Oktober) um 21 Uhr im MDR TV.

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Ankunft in Wladiwostok

Artikel vom 24. Oktober 2011

Das Ziel ist erreicht, wir sind in Wladiwostk angekommen. Nach 21012 km seit dem Start in Deutschland. Nun heißt es alles fertig machen für den Rückweg nach Deutschland. Also das Auto in einen Container verfrachten, diesen anschließend per Schiff Richtung Heimat senden. Wir selbst werden die letzten Dreharbeiten in der Stadt am Pazifik erledigen, und dann den Flieger nach Deutschland nehmen. Bereits am Montag beginnt die letzte Phase der Filmproduktion – der Schnitt.

Noch ein paar Worte zur Strecke von Ulan Ude via Skovorodino nach Wladiwostok. Erst im letzten Jahr ist die Straße offiziell eingeweiht worden. Davor war sie schon seit 2004 befahrbar, allerdings über weite Strecken nicht asphaltiert. Nun ist die wichtige Ost-Westmagistrale durchgehend (mit einigen wenigen Ausnahmen) von Moskau bis an den Pazifik geteert.

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Wo Leben anders ist – 20 Jahre Junkers Weltreisen / Teil 2 am Sonntag um 21.00 Uhr im MDR TV

Artikel vom 22. Oktober 2011

Der Rückblick auf 20 Jahre Filmreportagen aus 101 Ländern geht weiter. Teil 2 an diesem Sonntag um 21 Uhr im MDR. Der dritte und letzte Teil folgt dann am 30. Oktober, ebenfalls um 21 Uhr im MDR.

Viel Spaß beim Zusehen!

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Baikalsee, Ulan Ude und Lenin – wenn alles anders kommt

Artikel vom 22. Oktober 2011

Es ist nichts aus dem Plan geworden, entlang der BAM von Ust-Kut nach Tynda zu fahren. Wir haben keine Genehmigung bekommen, die Eisenbahnbrücke mit dem Auto zu befahren (an einer Stelle bei Kuanda fehlt seit dem Frühjahr die hölzerne Straßenbrück). Und auch die Alternative, bei der Bahn für das entsprechende Teilstück einen offenen Waggon zu bekommen, damit wir unseren Geländewagen auf diese Weise über den Fluss transportieren zu können, ist gescheitert.

Es hätte diese Möglichkeit gegeben, allerdings mit einem irren Zeitaufwand. 2 Tage für Organisation und Papierkram, wohl 5 bis 7 Tage für den eigentlichen Transport, anschließend nochmals einen Tag, um wieder das Auto zu bekommen. So viel Zeit haben wir leider nicht. Zumal keiner versprechen konnte, ob es wirklich dabei bleiben würde. Es waren auch 14 Tage im Gespräch, schließlich sei man im Norden und in Sibirien, da könne alles geschehen.

Wir haben uns deshalb anders entschieden, für die Südroute. Sprich von Ust-Kut zurück nach Bratsk und dann via Irkutsk, dem südlichen Baikalufer und Ulan Ude, Tschita  nach Wladiwostok. Rund 5100 Kilometer.  Der erste ganz große Teil davon ist absolviert. Die Bilder und die dazugehörigen Geschichten sind hier:

PS: Die Geschichte vom Baikalsee ist inzwischen auch im MDR bei Dabei ab Zwei gelaufen und steht als Video zur Verfügung

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Wo Leben anders ist – 20 Jahre Junkers Weltreisen

Artikel vom 14. Oktober 2011

Am Sonntag um 21.00 Uhr startet im MDR eine dreiteilige Reportage der ganz besonderen Art. Wo Leben anders ist – 20 Jahre Junders Weltreisen ist ein Rückblick auf all meine Filme der letzten zwanzig Jahre. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie und Ihr zusammen mit mir auf eine Weltreise durch 101 Länder aufbrechen würden/würdet.

Teil 1 an diesem Sonntag, die beiden folgenden am Sonntag, 23. 10. und Sonntag, 30. 10.2011, jeweils um 21.00 Uhr im MDR Fernsehen.

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Zwei Hühner in Tajura – oder ein eingelöstes Versprechen

Artikel vom 13. Oktober 2011

Vielleicht haben Sie schon mein jüngstes Video gesehen. Da gab es ein Versprechen, vor mehr neun Jahren gegeben.

Die Geschichte geht so. 2002 waren wir auf der Lena in Richtung Jakutsk unterwegs. In dem kleinen Ort Tajura haben wir angelegt, wollten das Rentnerpaar Galina und Rudolf besuchen. Ursprünglich lebten sie in Ust Kut, aber da sie dort keinen eigenen Garten hatten und die Rente nicht zum Überleben reichte, zogen ins 90 Kilometer entfernte Tajura. Dort hatten sie ein kleines Haus und einen  Acker, der zumindest so groß war, dass sie sich alles anbauen konnten, um über die Runden zu kommen. Was fehlte, jagte und fischte Rudolf in der Umgebung.

Nun kam also das Fernsehteam vom MDR. Galina zeigte uns damals voller Stolz alles, auch ihre zwei Schweine. Der Weg zum Stall führt vorbei an den Hühner. Und für die war das ein bisschen zu aufregend. Zwei entflohen und waren auch nicht mehr gesehen. Also versprach ich Galina und Rudolf, das ich wiederkommen und ihnen zwei neue bringen werde. 2006 im Winter (im Zuge der Filmproduktion “Jenseits der Wärme”) habe ich es schon einmal versucht, scheiterte allerdings an einigen hohlen Eisplatten. Aber vor drei Tagen war es endlich soweit. Das Versprechen konnte eingelöst werden.

Hier sind die Bilder dazu. Und nicht vergessen, das Video (gesendet in “Dabei ab Zwei”) anschauen!

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Auf dem Weg nach Ostsibirien

Artikel vom 7. Oktober 2011

Mitunter sind die Entfernungen in Russland recht gewaltig. Vor ein paar wenigen Tagen waren wir noch in Workuta, nun sind wir rund 650 Zug- und 5800 Autokilometer weiter östlich in Bratsk. Von hier aus starten wir zur letzten ganz großen Etappe. Entlang der BAM (Baikal-Amur-Magistrale) wollen wir bis nach Tynda fahren. Dabei gibt es ein großes Problem. Es fehlt an einer  Stelle eine große Brücke über einen rund 100 m breiten Fluss.  Eventuell können wir die Eisenbahnbrücke nutzen. Die Genehmigung dafür oder entsprechende Alternativen werden wir in den nächsten Tagen in Ust-Kut einholen bzw. erörtern.

Auf dem Weg will ich zudem Anna und Rudolf in Tajura treffen. Vor 9 Jahren habe ich das alte Ehepaar besucht. Jetzt will ich sehen, wie es ihnen in dem abgelegenen Dorf an der Lena geht. Und dann möchte ich noch ein Versprechen einlösen. Als ich damals bei ihnen waren, entflohen während der Dreharbeiten zwei Hühner und kamen nicht mehr zurück. Ich versprach daraufhin dem Rentnerpaar, das ich zurückkommen werde – mit zwei neuen lebenden Hühnern. Nun ist die Zeit dafür gekommen.

Eines will ich nicht vergessen. Auf unserem Weg in den letzten Tagen haben wir bei der Caritas in Omsk Station gemacht. Schwester Elisabeth und ihr Team kümmern sich dort um die, für die in der russischen Gesellschaft fast kein Platz mehr ist.  Die Rede ist von den Obdachlosen und von jenen Menschen, die von der wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt sind. Und davon gibt es sehr viele. Mehr dazu im aktuellen Video!

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Ein Konzert der ganz besonderen Art

Artikel vom 2. Oktober 2011

Eigentlich wollten wir nach der langen Fahrt von Omsk im Hotel in Novosibirsk nur noch ein Bier trinken und dann ins Bett gehen. Daraus ist nichts geworden. Denn da stand in der Hotelhalle ein Klavier. Und irgendwann fing ein unscheinbarer, älterer Mann ganz leise an, darauf zu spielen. Er intonierte Ludwig van Beethovens  Mondscheinsonate. So einfühlsam, so leidenschaftlich. Unglaublich.

Schließlich kamen einige andere Männer dazu, jüngere, ältere. Alle kamen von draußen. Wenig später stellte sich heraus, von wo sie kamen und was sie verband. Sie sind Mitglieder des Russischen Nationalorchester. Am Abend hatten sie in Novosibirsk ein Konzert vor ausverkauftem Haus gegeben. Und nun hatten sie noch lange nicht genug. Einer nach dem anderem saß am Klavier, zuerst der Konzertmeister. Kurz vor dem Ende gegen fünf Uhr gab es ein wunderbares Duo. Klavier mit zum Schlagzeug umfunktionierter Mülleimer. Wir durften dies filmen. Russische Seele  in ihrer ganz eigenen Tiefe. Demnächst hier zu sehen.

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