Monatsarchiv für Januar 2010

Palau und die ersten Eindrücke

Artikel vom 13. Januar 2010

Über 5.000 Jahre alt ist die Tradition und Kultur im Inselstaat Palau. Doch die Jahre nach dem 2ten Weltkrieg haben das Land gewaltig geprägt. Die USA haben bis 1994 die Federführung gehabt. Und ihre Kultur ist zumindest zum Teil geblieben. In einem Land, in dem alles wächst und Fische sowie Meeresfrüchte in großen Mengen direkt vor der Haustür liegen, gibt es auf jeder Speisekarte Hamburger und Sandwiches (aber nicht nur). Stehen im Zentrum der sympathischen und zugleich größten „Stadt“ Koror (rund 6.000 Einwohner) mobile Hamburgerbuden. Wenigstens die großen Fast-Food-Ketten haben Palau noch nicht entdeckt. In diesem Inselreich leben nur 13.000 (nicht wie gestern geschrieben 20.000), wahrscheinlich verspricht das nicht genügend Umsatz und Gewinn.
Üppig und farbenprächtig ist die Vegetation. Überall wächst und gedeiht es. Ein Fest für die Augen. Und das Wasser ist traumhaft schön. Türkisfarben! Klar und durchsichtig! Nur mit den Temperaturen kommen wir noch nicht so richtig klar. Unsere Körper hatten sich an das kalte Klima gewöhnt, nun die Umstellung auf Hitze und sehr schwüle Luft.
Morgen werden wir auf den Spuren des deutschen Kaiserreiches wandeln. Auf der Insel Angaur (Palau besteht aus 300 kleinen und kleinsten Inseln) haben Deutsche einst nach Phosphat graben lassen. Ein altes Fabrikgebäude aus dieser Zeit steht dort noch mitten im Dschungel.

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Regen in Palau

Artikel vom 12. Januar 2010

Nach 31 Stunden haben wir es geschafft. Wir sind auf Palau angekommen. Krasser hätte der Unterschied nicht ausfallen können. Eben noch Temperaturen um die Nullgrad, dann bei der Zwischenlandung in Anchorage – 20°C und Sturm, nun + 30°C. Dazu eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit und Regen. Aber egal. Es hat außer ein paar Verzögerungen keine Probleme gegeben. Und mal ehrlich, anstatt 3 Stunden auf dem Flughafen Anchorage fast 10 Stunden verbringen zu dürfen, ist doch eine interessante Erfahrung. Zumal wenn der internationale Teil so gut wie geschlossen ist und das einzige Cafe nur für 30 Minuten öffnet. Da es sich um nahezu ausschließlich asiatische Fluggäste handelte, sah man anscheinend keine Veranlassung, sich ein wenig um diese zu kümmern. Naja…
Morgen werden wir uns mit einigen Leuten vond er Insel treffen. Da ist eine Palauerin, die uns zu einem entlegenen Dorf führen will. Da ist Thomas Schubert, der deutsche Konsul auf dem Eiland. Er will uns die deutsche Vergangheit Palaus näher bringen – 1899 hat der deutsche Kaiser immerhin Palau mal gekauft, 1914 wieder verloren… Wir werden darüber berichten. Und da ist noch Sam, ein Ire. Er lebt seit vielen Jahren auf Palau und kennt zwar nicht jeden der 20.000 Einwohner, aber doch sehr, sehr viele. Gute Voraussetzungen, um Geschichten zu sammeln.
Lustig ist, dass wir eben, sprich auf Adak, noch 11 Stunden hinter Deutschland waren, nun aber 8 Stunden weiter sind. Wenn wir hier ins Bett gehen, läuft Deutschland gerade erst zur Hochform auf.

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Zum Abschluss ein paar Impressionen aus Adak

Artikel vom 11. Januar 2010

Das ehemalige Atomwaffenlager auf Adak

Das ehemalige Atomwaffenlager auf Adak

Adler beherrschen heute den Luftraum über der Insel

Adler beherrschen heute den Luftraum über der Insel

Munitionsbunker sind über die ganze Insel verstreut

Munitionsbunker sind über die ganze Insel verstreut

Ein Teil der Geisterstadt auf Adak Island

Ein Teil der Geisterstadt auf Adak Island

Unbewohnte Häuser soweit das Auge reicht

Unbewohnte Häuser soweit das Auge reicht

Ohne Worte...

Ohne Worte...

Dreharbeiten in der fantastischen Landschaft Adaks

Dreharbeiten in der fantastischen Landschaft Adaks

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Es geht weiter nach Palau

Artikel vom 11. Januar 2010

Es ist soweit, unsere Zeit auf Adak geht zu Ende. Die Dreharbeiten sind beendet, nun hoffen wir, dass um 17:15 unserer Zeit der Flieger gen Palau, unserer nächsten vergessenen Insel abhebt. Das Wetter ist heute ausgesprochen schön. Kein Regen, kein Schnee und vor allem kein Sturm. Ab und an ziehen zwar ein paar Nebelschwaden über die Insel, aber das sollte ein Flugzeug nicht stören.
Die Tage auf Adak waren sehr intensiv. Was bleibt sind viele Stunden Videomaterial, viele sehr herzliche und tiefgreifende Begegnungen mit den Menschen, die auf dieser Insel leben. Aber auch die Frage, wie man als Militärmacht eine Insel so zerstören kann und sich keiner Verantwortung bewußt ist. Die Menschen auf Adak würden gerne die militärischen Überreste beseitigen und die überflüssigen Häuser zurückbauen. Aber dazu bedarf es finanzieller Mittel, die die Einheimischen nicht aufbringen können. Das Militär, der Staat USA stehen in der Pflicht.
Wenn alles so läuft, wie es geplant ist, werden wir am Dienstag in Palau eintreffen.

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Tage auf Adak

Artikel vom 8. Januar 2010

Es gibt Tage, da läuft alles anders. So wie heute. Der Wetterbericht versprach Regen und Sturm, der Tag brachte aber vereinzelte Sonnenstrahlen und keinen Wind. Wir haben den Drehplan von Innenaufnahme auf Außen umgestellt. Jim war unser Begleiter. Seit ewigen Jahren scheint er auf Adak zu leben, wie viele weiß er selbst nicht genau und ist ihm auch nicht wirklich wichtig. Er kennt all die verlassenen Militärgebäude, die über die ganze Insel verstreut sind.
Mit ihm fahren wir durch Absperrungen (die nicht mehr wirklich existieren), passieren zerstörte Schranken, gehen durch völlig herunter gekommene Militäranlagen. Inspizieren neben dem Flughafen die Anlage, in dem einst die nuklearen Sprengköpfe gelagert waren. Besuchen in einer Kaserne einen großen Raum, der zugleich Kirche und Bar war, bestaunen die Überreste der Anlage, mit dem einst die nördlich gelegenen Unterwasser-Gebiete in der Beringstraße abgehört wurden. Die Zerstörung ist gigantisch, die einher gehende Umweltverschmutzung enorm. Ein Rückbau der Anlagen und Gebäude, eine Entsorgung verseuchter Teile und Erdmassen ist nicht geplant. Daran hat die Supermacht USA kein Interesse.
Eine andere Geschichte, auf Adak ist alles reichlich teuer. Ein Toastbrot 6 Euro. 12 Eier haben denselben Preis, 2 Liter Milch sind für einen Cent weniger zu bekommen. Eine Dose Bier kostet fast 2 Euro, für Fleisch, Gemüse und Käse muss doppelt bis dreifach so viel wie in Deutschland bezahlt werden. Mit Benzin verhält es sich ebenso. Ein Mietauto kostet pro Tag runde 100 Euro. Dafür bekommt man im besten Fall einen mindestens 20 Jahre alten Pickup, der durch die Farbe auf dem Rost zusammen gehalten wird. Unser Auto wird mittels eines Drahtes gestartet, durch die geschlossene Tür kann ich meine Hand mühelos strecken, dem Pickup-Aufsatz fehlt eine Scheibe und die Heckklappe wird durch eine Zange festgehalten. Aber das Teil fährt, bringt uns auf der Insel überall dorthin, wo wir gedenken drehen zu wollen. Für die Menschen, die auf Adak dauerhaft leben, sind die Preise allerdings ein großes Problem, denn die Löhne sind nur so wie sonst auf dem Festland. Deshalb hat fast jeder einen zweiten Job. Manche sogar drei.

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Menschen in Adak

Artikel vom 7. Januar 2010

Adak ist ein faszinierender Ort. Auf der einen Seite eine Geisterstadt mit zum Teil völlig herunter gekommenen Gebäuden. Auf der anderen Seite aber bringen Menschen Leben in diese Trostlosigkeit, und das mit einer Leidenschaft, die einen überrascht. Jack Steward ist mit seinen 68 Jahren der zweitälteste Insulaner. Mit dem Ende der Militärstation im Jahre 1994 kam er nach Adak. Eigentlich nur, um all die Häuser im wahrsten Sinne des Wortes zu schließen. An einen Rückbau war nie gedacht. Dafür wollte die US-Amerikanische Regierung nie Geld ausgeben – bis heute übrigens. Lieber lässt man alles kontrolliert verrotten und vergammeln. Jack kam, sollte für zwei, drei Jahre bleiben und ist noch immer da. Als all die Soldaten weg waren, kehrten Frieden und Ruhe auf dieser Insel ein. Und Jack beschloss, für ein paar wenige Dollar eines der Häuser zu kaufen.

Adak Jack

32 Jahre hatte er selbst beim Militär gedient, nun bezog er eine ordentliche Rente. Jagen und Fischen waren schon immer seine Leidenschaft. Wind, Regen, Schnee und Sturm haben ihm noch nie etwas ausgemacht. Er hat sein kleines Paradies gefunden.
Inzwischen repariert er für all die anderen Insulaner die Häuser, vermietet alte Fahrzeuge an Reisende wie uns und ist vor allem mit Rat und Tat zur Stellen, wann immer jemand ein Problem hat. Fünf Jahre will er noch arbeiten, dann soll Schluss sein. Nur von der Insel will er nicht weg.
Mit diesen Gedanken ist er nicht alleine. Auch Cat kam im gleichen Jahr wie Jack und ist noch immer da. Für viele ist sie Mama Cat, weil sie für jeden Zeit und immer ein offenes Ohr hat. Ganz besonders für die vielen Seeleute und Fischer, die mit ihren Booten Adak anlaufen, um frisches Wasser und Proviant zu bunkern. Normalerweise ist ihr Laden, der Liquor Store (nur hier gibt es alkoholische Getränke), für zwei Stunden am Tag geöffnet. Aber wann immer ein Trawler oder Frachter im Hafen einläuft, gibt es Sonderöffnungszeiten – und ganz sicher ein herzliches Gespräch mit Mama Cat. Ursprünglich stammt die Eskimofrau aus dem hohen Norden Alaskas. Ihren Lebensabend will sie jedoch hier verbringen. Auch weil sie unter einer Sonnenallergie leidet. Auf Adak Island stehen Wolken, Schnee und Regen fast täglich auf der meteorologischen Tagesordnung. Cat freut sich darüber.

Adak Cat

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Geisterstadt Adak

Artikel vom 5. Januar 2010

Adak Island liegt drei Flugstunden westlich von Anchorage. Bis Kamtschatka sind es nicht mehr. Deshalb war es für die USA in den Zeiten des Kalten Krieges eines der besten Orte, um große Horchposten aufzustellen. Bis zu 8000 Soldaten waren auf Adak stationiert, aber nicht nur um zu lauschen, sondern auch um Raketen und Sprengköpfe jeglicher Art, nukleare inbegriffen, für den Einsatzfall bereit zu halten. Adak war ein unzugänglicher Ort, abgeschirmt und so geheim, dass selbst in den USA kaum jemand über die Existenz dieser Militärstation Kenntnis hatte.
Und heute spazieren wir ohne Hindernisse oder Auflagen durch all die Anlagen, fahren durch die Siedlung Adak. Hunderte Einfamilienhäuser! Die meisten gammeln vor sich hin; kaputte Fensterscheiben, im Sturmwind schwingende Türen und Bleche. Einige sind noch bewohnt oder werden für Verwaltungsakte genutzt. Inmitten all den Häusern ist eine Infrastruktur für die wenigen erhalten geblieben, die auf der Insel geblieben sind oder gezielt den Weg hierher gesucht haben. In der ehemaligen Basketballhalle logieren nun ein Supermarkt und die “Rezeption“ des Adak-Inn-Hotels. Die Highschool beherbergt das Bürgermeisteramt, die Post und eine kleine Klinik.
Adak, eine Geisterstadt nicht aus verwegenen Wildwestzeiten, sondern aus der jüngsten Geschichte. Aber Adak, dass sind auch fröhliche, freundliche und zuvorkommende Gesichter. Wo immer wir jemanden treffen öffnen sich Türen; hat man ein Lachen für uns. Ich fühle mich stark an Tristan da Cunha erinnert. Auch dort haben die Menschen in sich geruht, waren zufrieden, wie stürmisch die Bedingungen um sie herum auch immer waren. Ein schönes Gefühl.

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Gedanken zum Jemen

Artikel vom 5. Januar 2010

Die aktuellen Nachrichten, die zur Zeit aus dem Jemen und den Hauptstädten einiger namhafter Länder dieser Welt auch zu uns in den hohen Norden des Pazifiks vordringen, lassen mich ehrlich gesagt nicht kalt.
Vor genau einem Jahr wollten wir im Zuge der Filmproduktion „Eine Reise durch Allahs irdisches Reich“ in das Land auf der arabischen Halbinsel einreisen. Keine zwei Wochen vor der Abreise hatten wir damals davon Abstand genommen. Zum einen weil kurz zuvor ein Deutscher entführt wurde, zum anderen da sich die Sicherheitslage in diesem islamischen Land immer konfuser und unkontrollierter entwickelte. Niemand konnte uns eine Sicherheitsgarantie geben. Allerdings waren es damals nicht die vermutlichen Al Qaida-Terroristen, die zu diesem Umstand führten, sondern die innerjeminitischen Verhältnisse.
Daran hat sich nicht viel in den vergangenen 12 Monaten geändert. Die Staatsregierung ist ähnlich wie in Afghanistan nicht wirklich Herr über das ganze Land. Es sind weit über einhundert Stämme, die in ihren Gebieten die Macht ausüben und sich selten dabei reinreden lassen wollen. So kam es in der Vergangenheit immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen mit der Staatsmacht, die allerdings selten außerhalb der Landesgrenzen wahr genommen wurden. Sensibel und rücksichtsvoll wurde dabei von beiden Seiten bisweilen kaum gehandelt.
Al Qaida-Mitglieder haben diese Lage für sich konsequent ausgenutzt. Und die Tatsachen, dass der Bin Laden-Clan aus dem Jemen stammt hat sicherlich beste Voraussetzungen geschaffen, um ungestörte Rückzugsgebiete zu finden.
Doch wenn nun Vertreter der Staatsmacht nach ausländischer Hilfe beim Kampf gegen den Terrorismus rufen, sollte man genau analysieren, gegen wen der Kampf gerichtet sein soll.
Soweit ein paar Gedanken von jener vergessenen Insel, die über Jahrzehnte einen der wichtigsten Horchposten im Kalten Krieg beherbergte.

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Abflug nach Adak

Artikel vom 3. Januar 2010

Es sieht gut aus. Rund vier Stunden vor dem geplanten Abflug von Anchorage gen Adak Island stehen die Ampeln auf Grün. Ursprünglich war ja stürmisches Wetter als Grund für die Absage des Fluges am 31. Dezember genannt worden. Das hat sich inzwischen geändert. Als verantwortlich werden nun technische Probleme an den Wetterinstrumenten auf dem Flughafen in Adak genannt. Und diese scheinen behoben zu sein. Zumindest haben wir keine anders lautenden Informationen.
Adak wird uns mit relativ milden Temperaturen um den Gefrierpunkt erwarten. Zudem sind für die kommendenden Tage Schneefälle angekündigt. Gute Aussichten für die Dreharbeiten auf der abgeschiedenen Insel.

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Sonntag, 3.1.;22:00 Uhr: Geschichten und Gesichter aus Albanien

Artikel vom 3. Januar 2010

Heute Abend läuft die Erstausstrahlung meiner neuen Reportage über Albanien. Was können die Zuschauer erwarten? Nun, ich würde sagen einen typischen Junker-Film. Die Menschen stehen im Mittelpunkt. Der MDR hat dazu folgende Pressemitteilung herausgegeben:
Mit der Dokumentation Geschichten und Gesichter aus Albanien wird der MDR-Filmemacher Thomas Junker die Zuschauer nach Albanien führen. Jenem Land, welches ganz langsam aus der Starre der stalinistischen Vergangenheit erwacht und zaghaft Anschluss an das moderne Europa erlangt. Der Autor portraitiert vor allem das Alltagsleben in diesem südosteuropäischen Land.

Für dieses Vorhaben hat Junker im Herbst 2009 bei einer ausführlichen Reise das gebirgige Land der Skipedaren mit seinem zum Teil noch immer schwer erreichbaren Regionen bereist. Dabei hat er etliche Geschichten gesammelt und Gesichter portraitiert. So beispielsweise ein altes 81-jähriges Ehepaar in der Ortschaft Theth in den Albanischen Alpen, dass jeden Winter zusammen mit 10 anderen Familien rund 5 Monate von der Außenwelt abgeschlossen lebt, weil es keine Straßenverbindung gibt. Dorthin geführt hat ihn Pashko Pisha. Offiziell ist er Taxifahrer. In der Realität heißt das nichts anderes, als dass er in den restlichen Monaten drei bis vier Mal pro Woche von der Stadt Shkodra in das Bergdorf mit seinem 25 Jahre altem Minibus fährt und dabei nicht nur Menschen transportiert, sondern vor allem die Versorgung des Dorfes mit Lebensmitteln sicher stellt. In der Hauptstadt Tirana hat der MDR-Filmemacher den berühmtesten Maler des Landes, Ali Oseku, getroffen und mit ihm über die Freiheit der Kunst zu Zeiten des stalinistischen Diktators Envar Hoxha unterhalten. Dazu kommen Geschichten über Olivenbauern im Süden des Landes, über einen Marmorhändler, dessen bestes Geschäft der Bau von Grabbedeckungen ist, und über einem Unternehmer, der nach der Wende sich einen kleinen LKW gekauft hat und heute zu den erfolgreichsten Managern des Landes gehört, der es sogar geschafft hat, im Gegensatz zum europäischen Trend wieder eine Textilproduktion aufzubauen. Geschichten über eine opulente Verlobungsfeier, bei der jeder Gast 1300 Gramm Fleisch verspeisen sollte, und über Seilzugfähren, die immer noch zum Alltagsbild gehören und deren Betreiber wahre Improvisationskünstler sind, runden die Dokumentation über das Land der Skipedaren ab.

Thomas Junkers neueste Dokumentation ist der Auftakt zu einer Reihe über osteuropäische Staaten und Regionen. So wird der 45-jährige MDR-Filmemacher im kommenden Jahr Geschichten und Gesichter aus Moldawien präsentieren.

Ich würde mich natürlich freuen, wenn viele Interesse an diesem Film finden würden. Also, reinschauen, Spaß haben und wenn Lust dazu, mir einen Kommentar schreiben: post@thomasjunker.de

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