Monatsarchiv für Dezember 2009

Flug abgesagt! Adak zur Zeit nicht zu erreichen!

Artikel vom 31. Dezember 2009

Es soll nicht sein. Auf Grund der schlechten Wetterbindungen auf Adak (es stürmt zu heftig) ist unser Flug gestrichen worden. Wenn wir Glück haben, können wir am 3. Januar 2010 die Insel erreichen. Zumindest sind für diesen Tag bessere Flugbedingungen vorhergesagt. Bis dahin werden wir auf Abruf in Anchorage warten und per Telefon und Internet versuchen, unsere Dreharbeiten auf Adak auf die kommenden Tage zu verlegen. Natürlich wird die Zeit dort für uns ein wenig knapp, denn bereits für den 10. Januar ist der Weiterflug nach Palau geplant. Aber so ist das halt, wenn man vergessene Inseln portraitieren möchte. Es bleibt spannend!

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Mount McKinley und der bevorstehende Jahreswechsel

Artikel vom 31. Dezember 2009

Manchmal kann man mit Worten nicht richtig beschreiben, was man gerade sieht und fühlt. Dann helfen Bilder wie diese beiden, auch wenn sie Größe nicht wirklich transportieren können. Wir hatten das unverschämte Glück, den Mount McKinley in seiner ganzen gewaltigen Schönheit erleben zu dürfen. Ungetrübt von Wolken, eingetaucht in ein sanftes Licht, ragte er fast 6 Kilometer vor uns gen Himmel.
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Heute Nachmittag nun, dann, wenn in Deutschland schon das neue Jahr eingeläutet wird, starten wir nach Adak mit einem kleinen Flieger. Das Wetter dort soll stürmisch sein und leider auch deutlich wärmer als in Anchorage. Plus 4 Grad und Regen werden gemeldet. Da werden Erinnerungen an die Dreharbeiten auf Tristan da Cunha wach. Dort hatten wir in vier Wochen ganze 3 volle Tage ohne Regen und Sturm. Tristan da Cunha mussten wir bereits im September und Oktober bereisen. Diese Insel ist dermaßen von der Außenwelt abgeschnitten, dass man nicht selbst wählen kann, wann man sie besuchen möchte. Es gibt auf Tristan da Cunha keinen Flughafen und nur einen keinen Hafen für Fischerboote. Ein regelmäßiger Schiffsverkehr mit dem 2800 km entfernten Kapstadt ist auch nicht eingerichtet. Doch dazu und den Erlebnissen rund um die Dreharbeiten auf dieser abgeschiedenen Atlantikinsel später mehr.
Jetzt wünsche ich Ihnen erst einmal einen guten Rutsch ins Jahr 2010. Und uns einen nicht zu ruppigen Flug nach Adak.

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Berge und Meer bei Anchorage

Artikel vom 30. Dezember 2009

Traumberge bei AnchorageP1020184P1020193

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Obama, Alaska & faszinierende Berge

Artikel vom 30. Dezember 2009

Die Zeitungen hier in den USA kennen zur Zeit nur ein Thema – der vereitelte Terroranschlag und seine politische Aufarbeitung. Erst hat Präsident Obama gar nicht reagiert, jetzt umso heftiger und die Geheimdienste stehen in der Kritik. Es gab wohl genügend Informationen auf den bevorstehenden Anschlag, nur hat diese keiner so richtig ernst genommen und an die entsprechenden Stellen weiter geleitet.
Wie auch immer, Anchorage ist weit, weit weg von der Hauptstadt Washington. Die Uhren ticken in Alaska zwar nicht anders, aber die Menschen hier freuen sich auf den bevorstehenden Jahreswechsel – und über das schöne Wetter. Die Temperaturen liegen bei rund – 10° C, Wolken sind nur vereinzelt am Himmel und die tief stehende Sonne taucht die umliegenden Berge in ein traumhaft sanftes Licht. Für heute ist zudem eine klare Sicht angesagt. Wir werden unseren letzten Tag vor dem Weiterflug nach Adak nutzen, und zum nahen Mount McKinley zu fahren. Mit 6194 m ist er der höchste Berg Nordamerikas. Er ragt völlig frei stehend empor und ist deshalb oft von Wolken verhüllt.
Ab morgen steht dann alles im Zeichen der “Vergessenen Inseln”. Anchorage ist der Ausgangspunkt für unsere erste Insel. Nur von hier gibt es auf dem Luftweg eine Verbindung nach Adak. Während Deutschland das neue Jahr begrüßt, werden wir im Flieger sitzen. Den Jahreswechsel feiern wir 11 Stunden nach der Heimat, gehören somit zu den letzten auf dieser Erde, die das Jahr 2010 begrüßen. Wie auf Adak gefeiert wird, darüber mehr an dieser Stelle in den kommenden Tagen.

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Verstärkte Sicherheitskontrollen bei Flügen in die USA

Artikel vom 29. Dezember 2009

Momentan über den großen Teich in die USA zu fliegen ist ein Erlebnis der besonderen Art. Der versuchte Terroranschlag zu Weihnachten auf ein Flugzeug der Northwest Airlines hat einiges verändert. Fluggäste sollten sich vor dem Abflug in Geduld üben, auf Leibesvisitationen einstellen und leider – wie in unserem Fall – auch auf sehr rüde und unhöfliche Befragungen.
Um es vorweg klar zu benennen. Sicherheitschecks müssen sein und sollten auch streng durchgeführt werden. Es sollte jedoch eine gewisse Art der Höflichkeit im Umgang mit Menschen gewahrt bleiben.
Wie war es nun bei uns? Am gestrigen Sonntag sind wir von München aus zuerst nach Amsterdam geflogen. Eigentlich wie immer wurde das Handgepäck intensiv geprüft. Da wir die beiden Fernsehkameras immer bei uns führen, stehen diese dabei natürlich im Mittelpunkt. Wohl auf Grund der aktuellen Ereignisse wurden die beiden Kameras gesondert auf Sprengstoff untersucht. So weit, so gut und auch völlig in Ordnung.
Anders die Erlebnisse auf dem Amsterdamer Flughafen. Der Check in direkt am Abfluggate dauerte geschlagene drei Stunden. Unser Flug NW 241 nach Minneapolis startete mit einer Verzögerung von 119 Minuten. Alle Passagiere wurden einzeln (Familien zusammen) einer intensiven Befragung unterzogen. Vielleicht sollte man eher sagen ausgesetzt. Die niederländischen Sicherheitsleute schienen der Lage nicht gewachsen zu sein. Sie wirkten zumindest überfordert, was sich in einem zum Teil sehr rüden und aggressiven Umgangston ausdrückte. Wir mussten Fragen beispielsweise zu Reiseziel und -grund beantworten, welches Gepäck man dabei habe und wer dieses zusammen gestellt habe. Problematisch wurde es, als wir die Frage, ob wir innerhalb der letzten sieben Tage etwas geschenkt bekommen hätten, mit einem deutlichen Ja beantworteten, schließlich sei ja Weihnachten gewesen. Dies führte zu einer Irritation, wohl auch, weil ich wahrheitsgemäß angab, einige dieser Geschenk (z.B. ein paar Kekse) bei mir zu führen.

Für richtig schlechte Stimmung sorgte schließlich die Tatsache, dass sich in unseren Reisepässen Visa des Landes Oman befanden. Dies sein doch ein arabisches Land und damit per se sehr verdächtig. Allerdings wusste unser Befrager nicht, wo eigentlich der Staat Oman wirklich liegt und was es mit diesem auf sich hat. Andreas und ich waren nun verdächtig. Schließlich haben wir dort mehr als drei Wochen in diesem Jahr verbracht. Erst als wir nachweisen konnten, dass wir in diesem Land zu Fernsehaufnahmen weilten und mit Hilfe einer eigens gezeichneten Landkarte klären konnten, wo sich der Oman befindet und es sich dabei nicht um den Nachbarstaat Jemen handelt, wurde die Stimmung etwas angenehmer. Wir durften jedoch noch immer nicht ins Flugzeug einsteigen. Unser Sicherheitsmann zog sich samt unserer Reisepässe sowie der Flugtickets für unsere fortführenden Flüge nach unserem USA-Aufenthalt zu Gesprächen mit anderen Sicherheitsleuten zurück. Wir durften warten und kamen uns vor wie bei einem Verhör. Es folgten dann noch so unsinnige Frage wie jene, warum Andreas weniger reden würde als ich und warum wir als Team die technische Ausrüstung gepackt hätten. Dies sein doch auch sehr verdächtig. Nun gut, dieses Erlebnis dauerte rund 15 Minuten, andere Fluggäste wurden deutlich länger verhört. Für alle folgte anschließend eine erneute Untersuchung des Handgepäcks. Ich wurde zusätzlich einer Leibesvisitation inklusive Abtasten der Geschlechtszone unterzogen…

Es ist nicht die Tatsache, dass Fragen gestellt werden, dass Sicherheitschecks durchgeführt werden, die mich ärgert. Sondern die Art und Weise, wie der Umgang in Amsterdam erfolgte. Dieser war von Unhöflichkeit, Aggressivität und rüde Anreden gezeichnet. Ein Fluggast ist per se nicht automatisch ein Schwerverbrecher und sollte deshalb auch respektiert werden. Mir kam es so vor, als hätten die Sicherheitsleute ein paar einschlägige Filme zu viel gesehen und sie sich zum Vorbild genommen.

Vom Flug nach Minneapolis selbst bleibt noch zu berichten, dass allen Fluggästen in den letzten 60 Minuten vor der Landung verboten wurde, sich von ihren Sitzen zu entfernen. Die Toiletten wurden geschlossen, jeder musste sich anschnallen. Decken, Kissen oder Jacken durften nicht auf den Beinen abgelegt werden. Diese mussten frei sichtbar sein.

Bei unserem Weiterflug nach Anchorage galt diese Regel übrigens nicht mehr. Wohl weil dies ein Inlandsflug war.

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E-Mail statt Kommentar

Artikel vom 28. Dezember 2009

Ich möchte es bei dieser Reise so halten, wie wir es in den vergangenen Monaten und Jahren auch gepflegt haben. Anstatt Kommentare zu posten, ermöglichen wir allen Schreibfreudigen, direkt mit mir in Kontakt zu treten. Unter post@thomasjunker.de bin ich ereichbar und werde  alle Mails beantworten. Vielleicht nicht immer sofort, aber so schnell wie es mir möglich ist und ich einen Zugang zum Internet finde.

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Ankunft in Anchorage / Alaska

Artikel vom 28. Dezember 2009

30 Stunden hat es gedauert, nun sind wir in Anchorage / Alaska angekommen. 10 Stunden beträgt der Zeitunterschied zu Deutschland – wir sind müde und auch ein bisschen abgekämpft. Ich war ja schon einige Male in den USA, aber eine solche Anreise habe ich noch nicht erlebt. Der vereitelte Terroranschlag vom vergangenen Samstag hat deutliche Spuren der Verunsicherung hinterlassen. Dementsprechend waren die Sicherheitsvorkehrungen drastisch verschärft; die Flüge hatten markante Verspätungen zu verzeichnen. Mit all dem kann man gut leben, nur nicht mit der Art und Weise, wie mit den Fluggästen ungegangen wurde. Teilweise fühlten wir uns wie irgendwelcher Schwerstverbrechen Angeklagter.
Ich werde ein paar Stunden schlafen und dann die Geschichte einer Flugreise von Deutschland via Amsterdam und Minneapolis nach Anchorage berichten. Bis dahin wünsche ich allen Lesern in Deutschland und Mitteleuropa einen schönen Tag – und uns hier in Alaska eine erholsame Nacht.

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Herzlich Willkommen!

Artikel vom 21. Dezember 2009

Liebe Zuschauer, Freunde und Bekannte!

Zu allererst möchte ich ein frohes Weihnachtsfest wünschen. Mögen die kommenden Tage besinnlich werden, zumindest aber ein wenig die Hektik aus dem Alltagsleben nehmen.

Und dann – es geht wieder los! Ein neues, großes Filmabenteuer wird am kommenden Sonntag (27.12.) gestartet. “Vergessene Inseln” und die Menschen, die dort leben, stehen diesmal im Mittelpunkt. Ich werde wie gewohnt an dieser Stelle über die Dreharbeiten, die Hintergründe und Erlebnisse während der Reise berichten.

Bevor dieser Reportage im März (22. – 27.) zu sehen ist, läuft bereits am 3. Januar 2010  im MDR-TV eine weitere Reportage von mir. In den vergangenen Wochen war ich zusammen mit meinem Freund und Partner Andreas Meyer in Albanien, um einen Film über das ärmste Land Europas zu drehen.  “Geschichten und Gesichter aus Albanien” ist inzwischen nicht nur im Kasten, sondern auch geschnitten und vertont. 45 Minuten lang ist die Dokumentation, die an diesem Tag um 22.00 Uhr ausgestrahlt wird.

Nun gilt aber die volle Konzentration unseren “Vergessenen Inseln”! Die letzten Vorbereitungen laufen, alle organisatorischen Aufgaben sind fast komplett erledigt. Bleibt wie immer das Packen der Technik Dies ist dieses Mal etwas umfangreicher. Denn mit Adak-Island im hohen Norden haben wir zuerst eine sehr kalte Insel mit Stürmen und Temperaturen deutlich unterhalb der Null-Gradmarke. Gefolgt von der Südseeinsel Palau. Will heißen, wir dürfen für alle Klimazonen die Kameratechnik ausstatten. Uns selbst natürlich auch. Am Ende folgt noch Kastellorizo, aber dazu an dieser Stelle später mehr. Ebenso über die abgelegenste Insel der Welt – Tristan da Cunha. Ich habe in den letzten 19 Jahren wirklich viele einsame  Regionen und  Orte auf dieser Erde besucht, aber Tristan da Cunha hat alles in den Schatten gestellt. Nie war es so schwierig, einen Drehort zu erreichen.Ich werde an dieser Stelle darüber berichten.

Nun aber erst einmal ein besinnliches Weihnachtsfest

Ihr & Euer Thomas Junker

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